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Schule in Senzig - Berichte zu Sanierung / Erweiterung / Neubau


01.09.2018

Ringen um Schulneubau in Senzig

Ortsbeirat lehnt Aufstellung eines Bebauungsplanes knapp ab - Entscheidung am 8. Oktober

(Artikel des Journalisten Frank Pawlowski, in der MAZ, Dahnme-Kurier, Ausgabe 1./2. September 2018)

Der Senziger Ortsbeirat lehnt die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Schulneubau in der Ringstraße ab. Das Votum hat empfehlenden Charakter für den Königs Wusterhausener Stadtrat. Er hatte im Juli einen zwei Jahre alten Standortbeschluss für den Bullenberg aufgehoben und die Ringstraße als neuen Schulstandort bestimmt.

Allerdings war die Abstimmung in dieser Woche in Senzig denkbar knapp. Es gab je drei Ja- und Neinstimmen sowie eine Enthaltung. Das gilt als Ablehnung. "Die Ringstraße ist keine Alternative. Ich bin weiterhin dafür, die Schule am Bullenberg zu bauen", sagte Senzigs Ortsvorsteher Günter Hörandel (WfKW) am Freitag der MAZ. Sein Stellvertreter, Benno Breitmeier (FWKW9, vertritt die entgegengesetzte Meinung: "Wir können auf dem Bullenberg nicht bauen. Die Ringstraße ist der Standort, der am besten dafür geeignet ist."

Die Grundschule in der Lindenstraße ist zu klein geworden und entspricht nicht mehr den Anforderungen. Schon jetzt ist für die Knapp 180 Kinder nicht genügend Platz, neben der Schule wurden deshalb Container mit vier Klassenzimmern aufgestellt. Baustart für die neue Grundschule soll im April 2020 sein., die Fertigstellung ist für Februar 2022 vorgesehen. Die alte Schule soll zu einem Gemeindezentrum werden, unter anderem mit Jugendklub und Vereinsräumen. Anwohner der Ringstraße protestieren in der Initiative "Pro Senzig" gegen den Schulneubau vor ihrer Haustür. Sie halten die Lage inmitten des Wohngebietes für ungeeignet. Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) sagte, er sei enttäuscht vom Widerstand der Anwohner.

Zur Abstimmung im Ortsbeirat sagte er: "Sollten auch die weiteren Gremien gegen den Austellungsbeschluss zum Bebauungsplan votieren, was ich nicht hoffe, bliebe nur die Option, das Gesamt-Neubauvorhaben aufzugeben." Die Schule in der Lindenstraße würde dann soweit ertüchtigt, dass die jüngeren Klassenstufen dort weiterhin unterrichtet werden können.

Kinder der größeren Klassenstufen würden dann in die heutige Bredow-Oberschule in Königs Wusterhausen gehen, die 2019 mit der Herder-Oberschule zu einer Gesamtschule mit Abiturstufe umgewandelt und frei wird. "Dies wollen wir aber auf jeden Fall vermeiden und hatten auch die Eltern auf unserer Seite", sagte Ennullat.

Über die Aufstellung eines Bebauungsplanes in der Ringstraße in Senzig beraten am 10. September der Stadtentwicklungsausschuss und am 24. September der Hauptausschuss. Die Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung ist für den 8. Oktober vorgesehen.

 

 

Fakten zum Thema Schulneubau (von ht)

Zur Versachlichung ausgewählte Fakten:

1. Standort Lindenstraße -

Auf dem ca. 3.500 m², wunderschön und ruhig gelegenem Areal , stehen zwei Schul- und das Toilettengebäude. Eine Erweiterung des Areals ist nicht möglich. Der Schulsportplatz und die Sporthalle sind an der Ringstr. auf weiteren ca. 5.150 m² gelegen.

2. Standort Bullenberg -

Das in Rede stehende Areal, an der L40, umfasst ca. 13.750 m², ungefähr 1/4 davon soll als Rodelberg erhalten bleiben. Ca. 10.000 m² wären für die Schule verfügbar. Davon wären ca. 5.250 m² für einen kleinen Schulsportplatz und eine normal große Sporthalle erforderlich. Das gegenwärtige Areal der Grundschule in der Lindenstraße wäre nicht zusätzlich verfügbar. Die Bebaubarkeit des Areals am Bullenberg, ist durch die entscheidungsbefugten Behörden derzeit nicht in Aussicht gestellt.

3. Standort Ringstraße -

Das ruhig gelegene, Areal umfasst ca. 10.000 m².

Davon sind ca. 5.150 m² für einen kleinen Schulsportplatz und eine kleine Sporthalle verbraucht. Weitere ca. 3.500 m² in der Lindenstraße, das gegenwärtigen Areals der Grundschule, sollen einer Nutzung für die Öffentlichkeit zugeführt werden.

 

Gegenwärtig befinden sich Bushaltestellen in folgenden Entfernungen zu den Standorten:

Lindenstr.:

- ca. 360 m zum Standort Lindenstr.

- ca. 250 m zum Standort Bullenberg

- ca. 850 m zum Standort Ringstr.

Werftstr.:

- ca. 660 m zum Standort Ringstr.

 

Die weitesten Entfernungen zum Schulstandort

(über befestigte Siedlungsstraßen mit geringem Verkehraufkommen sowie unter Nutzung eines Radweges, sofern vorhanden)

Lindenstr.:

- ca. 3.900 m von Unter den Eichen / Fließstr.

- ca. 2.500 m von Drosselweg / Talstr.

Bullenberg:

- ca. 3.500 m von Unter den Eichen / Fließstr.

- ca. 2.400 m von Drosselweg / Talstr.

Ringstr.:

- ca. 3.750 m von Unter den Eichen / Fließstr.

- ca. 3.000 m von Drosselweg / Talstr.


10.07.2018

Neubau der Grundschule in Senzig - Standortfrage geklärt

Zur Frage nach dem Standort für den geplanten Neubau der Grundschule Senzig wurde auf der Sitzung der SVV am 10.07.2918 eine Entscheidung herbeigeführt.

Von den 31 Stadtverordneten waren 20 anwesend. 8 von ihnen schlossen sich dem Vorschlag der Stadtverwaltung an und stimmten dafür, die Grundsatzentscheidung für den Standort Bullenberg aus dem Jahr 2016 aufzuheben. 6 Stadtverordnete stimmten dagegen und 6 enthielten sich der Stimme.

Mit diesem Abstimmungsergebnis kann die neue Schule an dem von der Stadtverwaltung favorisierten Standort, in der Ringstraße, errichtet werden.


10.07.2018

Beschlussvorschlag - Neubaustandort Grundschule Senzig - neu

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Straßenbau in Senzig - Vorhaben / Beschlüsse / Regelungen

20.02.2017

Einwohnerfragestunde Ortsbeiratsitzung am 16.01.2017 - Fragen und Antworten betr. Straßenbau und -ausbau

In der Einwohnerfragestunde der Ortsbeiratsitzung vom 16.01.2017 vorgetragene Fragen wurden durch die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen Fragen zum Straßenbau und -ausbau wie folgt beantwortet:

(neue) Prioritätenliste Straßenbau

Das Vorschlagsrecht der Reihenfolge des Straßenbaus ist lt. Kommunalverfassung eindeutig Sache des Ortsbeirates. Insofern „entmachtet“ die neue diesbezügliche Verwaltungsvorschrift den Ortsbeirat. Es liegt möglicherweise ein Verstoß gegen die Kommunalverfassung des Landes Brandenburg vor.

Frage: Was hat der Senziger Ortsbeirat bisher unternommen, um der Einschränkung seiner diesbezüglichen Rechte entgegenzutreten?

Zwischenantwort (08.02.2017): Die Anfrage wird von Seiten der Verwaltung bearbeitet, ungeachtet dessen, dass sie unmittelbar an den Ortsbeirat gerichtet ist, da sie aus meiner Sicht kommunalrechtlich zu bewerten ist. Ich bitte allerdings um Verständnis, dass die erforderliche Prüfung ein wenig dauern kann, da hier verschiedene Verwaltungsbereiche gehört werden müssen.

Antwort (20.03.2017): Die Stadt Königs Wusterhausen beteiligt ihre Ortsteile entsprechend der Vorschriften des § 46 BbgKVerf (Brandenburgische Kommunalverfassung) regelmäßig und zu allen laufenden Vorgängen. So fließen bei der Prioritätenliste der Stadt die Tiefbaumaßnahmen mit einer maßgeblichen Verkehrsbedeutung unter Gewichtung der Ortsteile ein. Da vorrangig aus den Haushaltsmitteln der nächsten Jahre eben diese Straßen zum Zug kommen werden, hat sich die Stadtverordnetenversammlung als verantwortliches Gremium für den Haushalt der Stadt zur Aufgabe gemacht, darüber hinaus jährlich Straßen auszubauen, die als vorwiegend reine Anliegerstraßen eher nachrangig betrachtet würden und damit in den kommenden Jahren unberücksichtigt blieben. Damit war an die Verwaltung der Auftrag gebunden, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Die Verwaltung erarbeitete daraufhin eine Verwaltungsvorschrift, auf Grundlage derer eine Abfrage bei den Anliegern der in Rede stehenden Straßen erfolgen sollte, um eine Gewichtung unter Berücksichtigung der Wünsche der Anlieger vornehmen zu können. Eine solche Abfrage hat später stattgefunden und ist inzwischen abgeschlossen. Die Befragung entspricht insbesondere hinsichtlich der üblicherweise angemahnten Einwohnerbeteiligung durchaus dem Demokratiegedanken und kann damit den zu beteiligenden Gremien eine Hilfe sein. Denn ungeachtet der sich aus der Befragung ergebenden Rang- und Reihenfolge für einen Ausbau könnten die Ortsbeiräte davon abweichend Entscheidungen treffen; insbesondere dann, wenn dies im Sinne einer effizenten Ausbaukonzeption ist. Die Entscheidungsrechte der Ortsbeiräte werden durch das erarbeitete Ausbaukonzept nach meinem (Andrea Schulz , Stadtverwaltun KW, Fachbereichsleiterin FB II) Dafürhalten nicht beschnitten; eine Priorisierung ist weiterhin möglich und kann von Seiten der Ortsbeiräte per Beschluss vorgenommen werden.

Nachfrage (20.03.2017 - in der Einwohnerfragestunde der Ortsbeiratsitzung): Verstehe ich die Antwort dahingehend richtig, dass Vorschläge des Ortsbeirates (Prioritätenliste) zum Straßenbau in jedem Fall Vorrang vor den Inhalten der (neuen) Prioritätenliste haben (werden)?

Antwort (29.03.2017): Hinsichtlich der oben genannten Frage verweise ich (Schulz, Fachbereichsleiterin, Fachbereich II) auf die Antwort vom 20.02.2017, letzter Satz, wonach den Ortsbeiräten das Entscheidungsrecht für diese Sachverhalte nicht entzogen wurde.

 

Straßenbauvorhaben

Frage: Seit der Konstituierung des gegenwärtigen Ortsbeirates, am 19.06.2014, wurde in Senzig nicht eine einzige Straße durch die Kommune neu bzw. ausgebaut. (Poseidonstr. war privat finanzierter Straßenbau.) Für wann sind die nächsten diesbezüglichen kommunalen Bauvorhaben avisiert?

Antwort (31.01.2017): In Vorbereitung für den Bau in 2018 ist die Talstr. und im Rahmen des Programmes zum kommunalen Anliegerstraßenbau das Quartier um den Amselweg.

Querungshilfe Gräbendorfer Str./Chausseestr.

Frage: In der Ortsbeiratsitzung am 02.11.2015 wurde berichtet, dass die Bereitstellung der Mittel für die Querungshilfe Gräbendorfer Str. / Chausseestr. beschlossen sei. Wann wird die Querungshilfe gebaut?

Antwort (31.01.2017): Die Baumaßnahme Chausseestr. - Aufweitung im Bereich der Gräbendorfer Str. - ist Bestandteil des Haushaltsplanes der Stadt. Bei der Vorbereitung war ein Wechsel des Ingenieurbüros erforderlich. Dadurch bedingt und infolge neu gestellter naturschutzrechtlicher Aspekte ist es zu einer Verzögerung der Planung gekommen. Gegenwärtig erfolgt die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und danach wird die Erarbeitung der Ausführungsplanung und die Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen weitergeführt. Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen.

Straßenbeleuchtung Krüpelseesiedlung

Frage: Ist es zutreffend, dass die Fertigstellung der Beleuchtungsanlage in der Krüpelseesiedlung keine Berücksichtigung im neuen städtischen Haushalt finden wird?

Antwort (31.01.2017): In Vorbereitung des Haushaltes 2017 fand eine Priorisierung der Investitionsmaßnahmen sowohl im Ortteil Senzig als auch in der Verwaltung statt. Das führte im Ergebnis dazu, dass im aktuellen Entwurf des Haushaltes 2017 keine Investitionen an der Straßenbeleuchtung in der Krüpelseesiedlung enthalten sind.

neugefasste Antwort (17.02.2017): Die Erneuerung der Straßenbeleuchtungsanlage "Jägersteig" im Ortsteil Senzig wurde von Seiten der Verwaltung mit dem Haushalt 2017 vorgeschlagen. Die Erneuerung weiterer Anlagen in der Krüpelseesiedlung richtet sich nach dem Straßenausbauprogramm und nach dem in Erarbeitung befindlichen Straßenbeleuchtungskonzept.

Radweg Senzig - Bindow

Frage (31.01.2017): Ist es zutreffend, dass die Stadt Königs Wusterhausen den Neubau (Lückenschluss) eines Radweges zwischen Senzig, Birkenallee, und Bindow-Dorf nicht aktiv betreibt? und wenn ja, welche Gründe gibt es dafür?

Antwort (31.01.2017): Die Stadt ist im betroffenen Bereich nicht Baulastträger. Die Zuständigkeit für den Bau eines Radweges entlang der L 40 außerhalb der Ortslage Senzig liegt beim Landesbetrieb Straßenwesen.

Kommentar: Wie hat es die Gemeinde Heidesee nur geschafft, dass in kurzer Zeit einen Radweg von Bindow bis nach Wolzig entlang der L 40 gebaut wurde. Unter der nachfolgenden Tel.-Nr. kann man den Bürgermeisters von Heidesee erreichen und fragen: 033767 - 79511.

Bebauungsplan der Innenentwicklung 01/08 „Chausseestraße 182 – 187“

Frage: Augenscheinlich ist die öffentliche Grünfläche und der Fußweg, der aus östlicher Richtung kommend, bis zum Bootshaus Albrecht problemlos zugänglich wäre, nicht von den neuen Wohngrundstücken abgegrenzt. Wann soll das erfolgen?

Antwort (17.02.2017): Im Zuge der Umsetzung des B-Planes wurden neue Flurstücke im Uferbereich des B-Plangebietes gebildet. Eigentümer der Flurstücke 1534, 151 und 152 ist die Stadt Königs Wusterhausen. Somit wurden die Grundvoraussetzungen für eine öffentliche Nutzung geschaffen. Für diese Uferflurstücke bestehen z.Z. Pachtverträge mit den anliegenden Grundstücksbesitzern. Darin wurde nach Auskunft des SG Liegenschaften der Stadt jeweils eine halbjährige Kündigungsfrist vereinbart. Somit besteht jederzeit die Möglichkeit, den Uferbereich für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Eine Pflicht, den Fußweg umgehend zu bauen, besteht durch den B-Plan jedoch nicht. Eine Öffnung des Uferbereiches bedingt bauliche Maßnahmen, die Neuordnung der Zuwegung östlich des B-Plangebietes sowie mehrere Baumfällungen. Wann die hierfür erforderlichen Mittel im Haushalt der Stadt einzustellen sind, sollte der Ortsbeirat in seiner Prioritätenliste darstellen.

Kommentar: Hatte die Stadtverwaltung dieses Erfordernis dem Ortsbeirat vor dem 16.01.2017 mitgeteilt?

 

19.01.2017

Straßenbau - Diskussion über die Rangliste

Kritik im Ortsbeirat Senzig zum städtischen Bauprogramm für Anliegerstraßen -

Auszug aus einem Artikel des Journalisten Herrn Pawlowski, in der MAZ-Dahmeland,  vom 19.01.2017, zu einer Diskussion des Senziger Ortsbeirates, angeregt durch eine in der Einwohnerfragestunde vorgebrachte Frage.

"Das Bauprogramm für Anliegerstraßen ist im Ortsbeirat Senzig kritisiert worden. Mehrere Beiratsmitglieder stellten das geplante Verfahren in Frage und forderten insbesondere, einzelne Bauvorhaben zusammenzulegen.

Die Stadtverwaltung hat eine Liste von 168 Anliegerstraßen in der Stadt und in den Ortsteilen erstellt, die in den kommenden Jahren nacheinander ausgebaut werden sollen. Die Randfolge ist das Ergebnis einer Umfrage. 5722 Grundstückseigentümer wurden angeschrieben, 3858 meldeten sich laut Stadt zurück. Die Liste ist auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht worden. Beirtasmitglied Hannelore Gabriel nannte die Befragung der Grundstückseigentümer "nicht hilfreich". So würden Ministraßen mit wenigen Anliegern, die geschlossen für den Ausbau gestimmt hätten, weit oben in der Liste stehen. Ein Flickenteppich sei entstanden, der für den Straßenbau nicht sinnvoll sei. Beiratsmitglied Barbara Schemmel-Rieger sprach sich dafür aus, die Liste in sinnvolle Quartiere zusammenzufassen.

Stadtsprecherin Uschi Schlecht sagte der MAZ am Mittwoch, bei der Planung würde geprüft, inwieweit sinnvolle Quartiere gebildet werden können. Ab 2018 sollen jährlich 15 Baumaßnahmen durchgeführt werden. Die ersten betroffenen Anlieger sollen voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2017 informiert werden. Schlecht verwies außerdem auf die Möglichkeit des privat finanzierten Straßenbaus. Für Anlieger, die schneller bauen wollen, sei das eine Alternative. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Stadt (Bürgerservice/Lebenslagen A-Z/Straßenbau).

In Senzig sind sechs Straßen unter den ersten 15 auf der Ausbauliste: Wildpfad, Hasensprung, Brunhildstraße, Nixenweg, Krimhildstraße, Birkenallee. ..."

 

01.04.2016

Kommunaler Straßenbau

Straßenbau kommunale Anliegerstraßen

 

(redaktionell bearbeitet von Herbert Turley, Senzig, unter Verwendung von Veröffentlichungen der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen)

 

Unter dem Datum 01.04.2016 veröffentlicht die Stadt Königs Wusterhausen zum Thema „Straßenbau, kommunaler Anliegerstraßen“, auf ihrer Webseite:

„Es gehört zu den Aufgaben der Stadt KW, öffentliche Straßen, Plätze und Wege für alle Verkehrsteilnehmer in einen verkehrssicheren Zustand zu versetzen. Neben dem planmäßigen Ausbau von Straßen gibt es eine Reihe von unbefestigten Anliegerstraßen, die auf Grund ihrer untergeordneten Verkehrsbedeutung erst langfristig zum Ausbau anstehen.

Um  diese Straßen, die folglich auch nicht Bestandteil der Haushalts- und Finanzplanung der Stadt KW sind,  frühzeitiger herstellen zu können, hat die SVV im April 2014 ein kommunales Sonderstraßenbauprogramm beschlossen. Zur Umsetzung dieses Beschlusses wurde eine Verwaltungsvorschrift erlassen, die das Verfahren des kommunalen Anliegerstraßenbaus  regelt.

Danach werden ab 2018 jährlich finanzielle Mittel für das kommunale Sonderstraßenbau-programm im Haushalt bereitgestellt. Eine entsprechende Prioritätenliste, die die Rang und Reihenfolge der auszubauenden Straßen festlegt,  wird unter Einbeziehung der Grundstückseigentümer erstellt und jährlich  aktualisiert.

Die Abrechnung der Baumaßnahmen wird nach bundesdeutschem Recht (BauGB) und auf Grundlage der Erschließungsbeitragssatzung  der Stadt KW erfolgen. Ein "Umschwenken"  vom kommunalen Sonderstraßenbauprogramm zum privat finanzierten Straßenbau wird  unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein.“

Hat die SVV im April 2014 tatsächlich, wie von der Verwaltung dargestellt, ein „kommunales Sonderstraßenbauprogramm“ beschlossen? Was wurde im April 2014 tatsächlich beschlossen?

Der SVV am 28. April 2014 lag zur Entscheidung vor, eine Vorlage der Fraktionen der SPD und CDU mit dem Beschlussgegenstand „Antrag zum Ausbau der gesamten städtischen Straßen“, TOP 8.15.

Die SVV KW sollte beschließen: „Der Ausbau der gesamten städtischen Straßen soll bis 2020 abgeschlossen werden. Dafür sind für die Jahre 2015 bis 2020 pro Haushaltsjahr die entsprechenden Haushaltsmittel bereit zu stellen. Hierzu ist von der Verwaltung ein umsetzbarer Vorschlag aufzustellen.“

Begründet war der Beschlussvorschlag wie folgt: „Der städtische Straßenausbau war in den letzten Jahren nicht zufriedenstellend. Derzeit prioritäre Vorhaben wie z. B. Rathauserweiterung, Kita-und Schulausbau sowie das Bahnhofsumfeld sind inzwischen so weit vorangekommen, dass der Abschluss überschaubar ist. Zurzeit sind noch ca. 69 Km städtische Straßen grundhaft auszubauen. Das Investitionsvolumen beträgt aus heutiger Sicht ca. 36-40 Mio. €. Der Eigenanteil der Stadt umfasst ca. 4-5 Mio. €.

Um den Wunsch vieler Bürger zu entsprechen, sollte die Verwaltung ein Konzept erarbeiten, dass im o. g. Zeitraum verbindlich und für die Anwohner nachvollziehbar der städtische Straßenausbau abgeschlossen werden kann.

Unabhängig davon soll parallel der privat finanzierte Straßenbau weiter gefördert werden.

Auch mit Blick auf einige Nachbargemeinden sollten wir nicht ins Hintertreffen geraten.“

Für den Vorschlag stimmten 14 und dagegen 13 Stadtverordnete. Damit war der Antrag angenommen - die Verwaltung sollte ein Konzept für den Zeitraum 2015 bis 2020 erarbeiten, dass bis 2020 der kommunale Straßenbau abgeschlossen werden kann.“

Unter dem Datum 27.09.2016 teilt die Stadt KW zum Thema „Kommunaler Anliegerstraßenbau 2017-2027. Reihenfolge der Baumaßnahmen steht fest“ auf ihrer Webseite mit:

„Die "Verwaltungsvorschrift zum Verfahren des kommunalen Anliegerstraßenbaus 2017-2027 der Stadt KW" zeigt den Bürgerinnen und Bürgern auf, nach welchen Regularien und in welchem Zeitraum der Ausbau noch  unbefestigter Verkehrsflächen im Stadtgebiet erfolgen kann.  Gemäß dieser Verwaltungsvorschrift  wurden in den vergangenen Monaten 3.913 betroffene Grundstücke ermittelt sowie deren 5.722 (Teil-)Eigentümer erfasst und angeschrieben. 3.858 (Teil-)Eigentümer kamen dem Aufruf zur Teilnahme am  Interessenbekundungsverfahren nach und äußerten sich schriftlich.

Das Ergebnis der Auswertung dieser Befragung bestimmte die Rang- und Reihenfolge, nach der in den nächsten Jahren  die noch unbefestigten Straßen der Stadt KW erstmals ausgebaut werden sollen. Ab 2018 werden jährlich mindestens 15 Straßen vom Ausbau betroffen sein.

Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die an der Befragung teilgenommen haben, für ihre Hinweise.“

Was ist also passiert?

Die Verwaltung hat kein Konzept zum „Kommunalen Straßenbau“ erarbeitet und dem „Auftraggeber“, der SVV, zur Entscheidung vorgelegt. Sie hat statt dessen eine „Verwaltungsvorschrift zum Verfahren des kommunalen Anliegerstraßenbau 2017-2027 der Stadt Königs Wusterhausen“ erarbeitet und bereits in Kraft gesetzt. Also, statt des verlangten Konzeptes gibt es eine Verfahrensregelungen.

Bereits in der Präambel interpretiert die Verwaltung den ihr erteilten Auftrag der SVV unzutreffend wie folgt: „Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt KW Nr. 10-14-049 vom 28.04.2014 wurde die Entscheidung getroffen, im Rahmen eines kommunalen Sonderstraßenbauprogrammes die erstmalig endgültige Herstellung aller unbefestigten Anliegerstraßen der Stadt einschließlich ihrer Ortsteile, verbunden mit einem

Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von ca. 36-40 Mio. Euro, zu beschleunigen.

Tatsächlich gab es eine solche Entscheidung der SVV nie, es wurde der Verwaltung einzig der Auftrag erteilt ein Konzept vorzulegen.

1.      Die Verwaltung hatte einen Auftrag der Stadtverordneten für den Zeitraum 2015 bis 2020. Es sollte mit dem Straßenbau ja schnell gehen.

Kein Gremium hat der Verwaltung jemals (öffentlich) gestattet, den Realisierungszeitraum überwiegend in eine nachfolgende Periode zu verlegen und bis 2027 auszudehnen. Hier ist die Verwaltung eindeutig nicht dem Beschluss der SVV gefolgt und hat sich verselbständigt.

2.      Die Prioritäten zur Reihenfolge des kommunalen Straßenbaus wurden durch die Verwaltung offensichtlich nach der Devise „Wünsch Dir was“ festgelegt.

Es liegt somit möglicherweise ein Verstoß gegen die Kommunalverfassung des Landes Brandenburg vor, insbesondere  § 28 (1), (2) Abs. 9. und 25. sowie § 46 (1) Abs. 4. Und (3) Abs. 1.

 

Verwaltungsvorschrift

zum Verfahren des kommunalen Anliegerstraßenbau 2017 – 2027

der Stadt Königs Wusterhausen

§1

Präambel

Die Kommunalpolitik der Stadt Königs Wusterhausen hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Lebensbe-dingungen der Bürgerinnen und Bürger in allen Bereichen zu gestalten und zu verbessern. Dazu gehört es auch, die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze für alle Verkehrsteilnehmer in einen verkehrssicheren Zustand zu versetzen. Gemäß einem durch die Stadtverordnetenversammlung am 27.06.2011 beschlossenen Straßenausbaukonzept

(Beschluss-Nr. 66-11-088) wurde die Rang- und Reihenfolge zum Ausbau von Straßen in einer Prioritätenliste festgelegt, wobei die erstmalige Herstellung von Anliegerstraßen (sog. Sandpisten) auf Grund ihrer untergeordneten Verkehrsbedeutung und Frequentierung im Vergleich zu Hauptverkehrs- und Haupterschließungsstraßen erst in mittelbarer Zukunft vorgesehen war.

Von dieser Verwaltungsvorschrift betroffen sind jene unbefestigten Anliegerstraßen bzw. Abschnitte unbefestigter Anliegerstraßen mit untergeordneter Verkehrsbedeutung und Frequentierung (siehe Anlage 1 - darin sind zu Senzig genannt: Akazienallee, Am Wiesengrund, Amselsteg, Bebelstraße, Birkenallee, Brunhildstraße, Elfensteig, Finkenstraße, Fliederweg, Fontaneallee, Gudrunstraße, Hasensprung, Im Gehölz, Jägersteig, Körbiskruger Straße, Krimhildstraße, Libellenweg, Luchstraße, Neptunstraße, Nixenweg, Pirolweg, Poseidonstraße, Roseggerstraße, Sonnenweg, Uferpromenade, Uferstraße, Wachtelweg, Werftstraße, Wildpfad), die gemäß o.g. Straßenausbaukonzeption in der Priorität 5 (Anliegerstraße mit Erschließungsfunktion), Priorität 6 (Anliegerstraßen mit geringer Erschließungsfunktion) und Priorität 7 (Anliegerstraße ohne Durchgangsverkehr mit direkter Erschließungsfunktion) aufgeführt wurden und nicht Bestandteil der Finanzplanung der Stadt Königs Wusterhausen sind.

Insgesamt handelt es sich um ca. 60 km Verkehrsfläche, die bis zum heutigen Tage keiner erstmaligen Herstellung nach technischem Regelwerk unterzogen wurden und seither als sog. Sandpisten existieren.

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Königs Wusterhausen Nr. 10-14-049 vom 28.04.2014 wurde die Entscheidung getroffen, im Rahmen eines kommunalen Sonderstraßenbauprogrammes die erstmalig endgültige Herstellung alle unbefestigten Anliegerstraßen der Stadt einschließlich ihrer Ortsteile, verbunden mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von ca. 36-40 Mio. Euro, zu beschleunigen.

§2

Grundsätze

Im Haushalt der Stadt 2018-2027 werden jährlich finanzielle Mittel für das kommunale Sonderstraßenbauprogramm eingestellt. Daraus leitet sich (in Abhängigkeit von Straßenlänge und Ausbaugrad) der Ausbau einer bestimmten Anzahl von Anliegerstraßen ab.

Als Orientierung dient: Durchschnittliche Ausbaulänge = 300 m. Durchschnittliche Kosten pro laufenden Meter Straße bei 5 m Ausbaubreite = ca. 575 € Brutto inkl. Planung.

Die Umsetzung des kommunalen Sonderstraßenbauprogramms wird auf Grundlage einer jährlich zu aktualisierenden Prioritätenliste erfolgen. Die Stadt wird dazu eine intensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben und allen Grundstücks-eigentümern die Möglichkeit einräumen, an der Entscheidung über die Rang- und Reihenfolge des Straßenausbaus mitzuwirken und somit den Zeitpunkt der erstmalig endgültigen Herstellung der „eigenen“ Anliegerstraße mitzubestimmen.

Die Rang- und Reihenfolge des jährlichen Straßenausbaus leitet sich aus der prozentualen Interessenmehrheit der Eigentümer je Straße am Straßenausbau ab. Mit den Straßen, deren Grundstückeigentümer prozentual das stärkste Interesse am Straßenausbau signalisieren, wird begonnen.

Die Abrechnung der Baumaßnahmen wird nach bundesdeutschem Recht (BauGB) erfolgen. Das bedeutet, alle Eigentümer, deren Grundstücke an die unbefestigte Straße angrenzen, werden an den Ausbaukosten für die erstmalig endgültige Herstellung der Straße gemäß § 129 BauGB und auf Grundlage der Erschließungsbeitrags-satzung der Stadt Königs Wusterhausen mit 90 % (Erschließungsbeitrag) beteiligt. Diese Kostenbeteiligung bezieht sich auf alle Grundstücke, die sich im sog. Innenbereich gemäß § 34 BauGB befinden und Baulandqualität besitzen – unabhängig ihrer Nutzung oder Bebauung.

Die Verwaltungsvorschrift 2016 zum privat finanzierten Straßenbau behält ihre Gültigkeit. Ein „Umschwenken“ vom kommunalen Sonderstraßenbauprogramm zum privat finanzierten Straßenbau ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:

· Die Voraussetzungen gemäß Punkt 5 der Verwaltungsvorschrift 2016 zum privat finanzierten Straßenbau wurden erfüllt.

· Es wurde aus der Eigentümergemeinschaft ein Straßenverantwortlicher (nachweislich legitimiert durch aller Eigentümer) als Ansprechpartner gegenüber der Stadt Königs Wusterhausen bestimmt.

Ebenso bleibt die Möglichkeit des privat finanzierten  Straßenbaus unter o.g. Voraussetzungen auch für nachfolgende unbefestigte Anliegerstraßen bestehen, die nicht im kommunalen Sonderstraßenbauprogramm enthalten sind, die jedoch Bestandteil des Finanzhaushaltes der Stadt Königs Wusterhausen sind. Dies betrifft derzeit folgende Straßen (hier nur Straßen im OT Senzig genannt): Friedhofsweg, Talstraße.

§3

Festlegungen des technischen Ausbaustandards

Für die erstmalig endgültige Herstellung von Anliegerstraßen wird folgender Ausbaugrad festgelegt:

Regelquerschnitt: gemäß Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06)

1. Breite des Verkehrsraumes mindestens 8,00 m: Fahrbahnbreite mind. 5,00 m, Begegnungsfall PKW/LKW und Parken auf der Fahrbahn möglich.

2. Breite des Verkehrsraumes geringer 8,00 m: Fahrbahnbreite mind. 3,80 m (Ausweichstellen notwendig), Begegnungsfall PKW/Radfahrer möglich, kein Parken auf der Fahrbahn möglich.

Straßenaufbaustärke: gemäß Richtlinie für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO 12), Belastungsklasse (Bk): 1,0, Gesamtaufbau:  50 cm (bestehend aus Fahrbahnbelag, Tragschicht, Frostschutzschicht.

Straßenbeleuchtung:

Die Herstellung der Anliegerstraßen umfasst neben dem erstmaligen Straßenausbau mit Oberflächenentwässerung und Seitenbereichen grundsätzlich auch die erstmalige bzw. wiederholte Herstellung der Straßenbeleuchtungs-anlage. Dabei sind Beleuchtungsanlagen an Holzmasten sowie Spannbetonpeitschenmasten aus Gründen der bautechnischen Sicherheit  ausnahmslos zu erneuern. Zu errichtende Neuanlagen müssen den Anforderungen der DIN EN 13201 entsprechen und nach den aktuellen Standards mit dem Ziel eines möglichst sparsamen Energieverbrauches hergestellt werden.

§4

Handlungs- und Verfahrensablauf

Die Umsetzung der Baumaßnahmen sollte nach folgender Zeitschiene erfolgen.

Baumaßnahmen (Vorbereitung ab 2016, Durchführung ab 2018):

1. Öffentlicher Aufruf zur Teilnahme und Mitwirkung zwecks Festlegung der Rang- und Reihenfolge des Ausbaus von ca. 20 - 25 Anliegerstraßen

· Der öffentliche Aufruf erfolgt im 1. Halbjahr 2016 (danach ff) und richtet sich grundsätzlich nur an Grundstückseigentümer, deren Grundstücke an unbefestigte Anliegerstraßen grenzen. Diese werden aufgerufen, sich gegenüber der Stadt Königs Wusterhausen bis spätestens 31.07.2016 (danach  ff)    zu äußern, sofern sie an einem schnellstmöglichen Straßenausbau ihrer Anliegerstraße interessiert sind.

· Das Interesse ist schriftlich (formlos) bzw. per Fax zu richten an die Stadt Königs Wusterhausen, Schlossstraße 3, Fachbereich IV, SG 90 in 15711 Königs Wusterhausen. Telefonische Interessenbekundungen finden keine Berücksichtigung.

· Bei mehreren Eigentümern eines Grundstückes wird der prozentuale Stimmenanteil berücksichtigt.

· Eigentümer von Eckgrundstücken finden grundsätzlich mit je einem Stimmenanteil zu beiden Straßen Berücksichtigung. Sollte sich das Interesse von Eckgrundstückseigentümern auf nur eine Straße beschränken, so ist darauf gesondert hinzuweisen

2. Auswertung der Interessenbekundungen und Festlegung der Rang- und Reihenfolge des Straßenausbaus

· Die Straßen mit den meisten Interessenbekundungen werden in der Rang- und Reihenfolge an oberster Stelle rangieren. Entsprechend wird die Prioritätenliste weiter geführt.

· Die Prioritätenliste wird auf der Internetseite der Stadt Königs Wusterhausen www.koenigs-wusterhausen.de  bis spätestens 31.08.2016  (danach ff) öffentlich bekannt gegeben.

3. Abschluss der Planungsverträge durch die Stadt

· Die Planungsaufträge bis einschließlich LP 3 HOAI (Entwurfsplanung mit Kostenberechnung) sind ab dem 01.10.2016 (danach ff) für Baumaßnahmen des Jahres 2018 (danach ff) auszulösen. Die Planungsleistungen sind bis spätestens 15.04.2017 (danach ff) zu erbringen.

· In Abhängigkeit des Budgetrahmens für das Jahr 2018 (danach ff) und auf Grundlage  der  Planungsergebnisse  werden  für  das  kommunale Sonderstraßenbauprogramm bis spätestens 01.05.2017 (danach ff) die Anliegerstraßen festgelegt, die im Jahr 2018 (danach ff) erstmalig endgültig hergestellt werden.

4. Vorbereitung und Durchführung der Baumaßnahmen

· Im Zeitraum 01.05. – 30.11.2017 (danach ff) finden straßenweise Informationsveranstaltungen statt, um die Grundstückseigentümer über das geplante Baugeschehen im Jahre 2018 (danach ff) und über die finanzielle Beteiligung der Eigentümer am Straßenbau zu informieren.

· Der Hauptausschuss der Stadt Königs Wusterhausen entscheidet bis zum 31.03.2018 (danach ff) über die jeweiligen Bauprogramme.

· Mit der Durchführung der Straßenbaumaßnahmen kann dann ab dem 2. Quartal 2018 (danach ff) begonnen werden.

· Mit der Auftragsvergabe der Bauleistungen werden auf Grundlage der Erschließungsbeitragssatzung   der Stadt Königs Wusterhausen Vorausleistungsbescheide in Höhe von 50 %   des voraussichtlichen Beitragssatzes  erhoben.  Die  Endbescheidung  für  abgeschlossene Baumaßnahmen erfolgt innerhalb von 2 Jahren nach bauseitiger Fertigstellung.

5. „Umschwenken“ vom kommunalen  Sonderstraßenbauprogramm  zum  privat finanzierten Straßenbau

· Sollten Eigentümer einer Straße in Kenntnis der Auswertung der Interessenbekundungen (siehe Punkt 2, zweiter Anstrich) auf den privat finanzierten Straßenbau „umschwenken“ wollen, so haben die Eigentümer nachweislich einen Straßenverantwortlichen zu  bestimmen, der ihre Interessen gegenüber der Stadt vertritt (siehe „Grundsätze“).

· Der Straßenverantwortliche hat rechtzeitig den Kontakt zur Stadt Königs Wusterhausen (Schlossstraße 3, Fachbereich IV, SG 90) aufzunehmen und das Interesse der Eigentümergemeinschaft am privat finanzierten Straßenbau gemäß Anlage 3 der Verwaltungsvorschrift 2016 zum privat finanzierten Straßenbau nachzuweisen. Vor Beschluss des Haushaltsplanes 2018 ff müssen die Voraussetzungen bis einschließlich Punkt 7 des Handlungs- und Verfahrensablaufes erbracht sein und der Stadt nachweislich vorliegen.

· Sollten bis dahin die Planungsleistungen gemäß § 4 Punkt 3. durch die Verwaltung bereits beauftragt worden sein, so haben die privaten Anlieger die dafür anfallenden Kosten zu übernehmen.

Scheitert der privat finanzierte Straßenbau letztendlich doch an der Mitwirkungsbereitschaft oder aus anderweitigen Gründen, so rückt diese Straße automatisch an die 1. Stelle der Prioritätenliste des Jahres 2019 (danach ff) und das Verfahren wird gemäß § 4 Punkt 4. auf kommunaler Ebene durchgeführt.

Begründung:

In der Stadt Königs Wusterhausen bedarf es einer Vielzahl von straßenbaulichen Maßnahmen (überwiegend die erstmalig endgültige Herstellung von sogenannten Sandpisten betreffend), die durch die Stadt Königs Wusterhausen jedoch nur sukzessive, über Jahre hinweg, realisiert werden könnten.

Im Rahmen des privat finanzierten Straßenbaus wurden in den vergangenen Jahren bereits ca. 8 km Straßen hergestellt, deren Finanzierung nicht Bestandteil des kommunalen Haushaltes war. Mit dieser Verwaltungsvorschrift will nun auch die Stadt Königs Wusterhausen neue Wege einschlagen, um die Beseitigung der sog. Sandpisten zu beschleunigen – vorausgesetzt, für den kommunalen Anliegerstraßenbau werden jährlich Mittel im Haushalts- und Finanzplan eingeordnet.

Als Orientierung dient: 1 km Straße = ca. 75 T€ für Planung; = ca. 500 T€ für Baudurchführung.

Grundsätzlich wird hierbei nur auf diejenigen unbefestigten Anliegerstraßen bzw. Abschnitte unbefestigter Anliegerstraßen mit untergeordneter Verkehrsbedeutung und Frequentierung abgestellt, die gemäß Beschluss Stadtverordnetenversammlung der Stadt Königs Wusterhausen zum Straßenausbaukonzept Nr. 66-11-088 vom 27.06.2011 in der Priorität 5 (Anliegerstraße mit Erschließungsfunktion), Priorität 6 (Anliegerstraßen mit geringer Erschließungsfunktion) und Priorität 7 (Anliegerstraße ohne Durchgangsverkehr mit direkter Erschließungsfunktion) aufgeführt wurden und nicht Bestandteil der bisherigen Finanzplanung der Stadt Königs Wusterhausen sind.

 

Die vorliegende Verwaltungsvorschrift stellt den Verfahrensablauf dar, nach dem  -verbunden mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit  -  über die Umsetzung der Straßenbauvorhaben entschieden werden kann.

 

Kommunaler Anliegerstraßenbau 2017 – 2027 in der Stadt Königs Wusterhausen

 Im April 2014 erhielt die Verwaltung von der SVV den Auftrag, ein Konzept zu erarbeiten, das den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt KW aufzeigt, nach welchen Regularien und in welchem Zeitraum die erstmalig endgültige Herstellung aller noch unbefestigten Verkehrsflächen in der Stadt KW erfolgen kann.

Die Verwaltung erarbeitete eine „Verwaltungsvorschrift zum Verfahren des kommunalen Anliegerstraßenbaus 2017 – 2027 der Stadt Königs Wusterhausen“ (Verwaltungsvorschrift), mit der die Kriterien zur Festsetzung über die Rang- und Reihenfolge der vom Ausbau betroffenen Straßen definiert und der verfahrenstechnische Ablauf der Baumaßnahmen geregelt wurde.

Gemäß dieser Verwaltungsvorschrift wurden in den vergangenen Monaten 3.913 betroffene Grundstücke ermittelt sowie deren 5.722 (Teil-)Eigentümer erfasst und angeschrieben. 3.858 (Teil-)Eigentümer kamen dem Aufruf zur Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren nach und äußerten sich schriftlich.

Im Rahmen der Prüfung und Vorbereitungen zur Auswertung wurden Verkehrsflächen, die keine selbstständige Erschließungsfunktion besitzen (z.B. reine Gehwege), nicht mehr berücksichtigt. Ebenso nehmen bei Erschließungsanlagen, die teilweise (abgrenzbar) befestigt sind, lediglich die (abgrenzbaren) unbefestigten Abschnitte am kommunalen Anliegerstraßenbau teil.

Das Ergebnis der Auswertung aller Interessenbekundungen bestimmte die Rang- und Reihenfolge,  nach der die erstmalig endgültige Herstellung aller unbefestigten Erschließungsanlagen in der Stadt Königs Wusterhausen in den nächsten Jahren erfolgen soll, wobei davon auszugehen ist, dass ab 2018 jährlich mindestens 15 Straßen vom Ausbau betroffen sind.

Wir danken an dieser Stelle allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich am Interessenbekundungsverfahren beteiligt und - durch sowohl mündliche als auch schriftliche Hinweise und Äußerungen - zur Vollständigkeit der zur Erfassung erforderlichen Angaben beigetragen haben.

Ausgehend von der Zustimmungsrate innerhalb einer Straße ergab sich die folgende Reihenfolge, welche, entsprechend dem möglichen Ausbaufortschritt beim privat finanzierten Straßenbau, ggf. jährlich überarbeitet wird:

 

Rang- und Reihenfolge der Straßenbaumaßnahmen (nur Senzig)

 

Rang    Straße                           (Ausbaujahr bei 15 Straßen jährlich, privater Straßenbau hier unberücksichtigt)

2           Wildpfad                      (2018)

5           Hasensprung              (2018)

6           Brunhildstraße          (2018)

7           Nixenweg                    (2018)

11          Krimhildstraße          (2018)

14         Birkenallee                  (2018)

22         Pirolweg                      (2019)

26         Am Wiesengrund      (2019)

28         Amselsteg                   (2019)

30         Neptunstraße             (2019)

39         Fliederweg                  (2020)

48         Poseidonstraße         (2021)

66         Im Gehölz                    (2022)

71         Gudrunstraße             (2022)

76         Libellenweg                (2023)

82         Finkenstraße              (2023)

91         Fontaneallee               (2024)

97         Elfensteig                    (2024)

100       Körbiskruger Straße (2024)

106       Jägersteig                    (2025)

107       Bebelstraße                 (2025)

141       Uferpromenade          (2027)

145       Roseggerstraße          (2027)

146       Sonnenweg                 (2027)

147       Wachtelweg                (2027)

148       Werftstraße                 (2027)

ohne    Akazienallee              (nur in Anlage 1 erfasst)

ohne    Luchstraße                 (nur in Anlage 1 erfasst)

ohne    Uferstraße                  (nur in Anlage 1 erfasst)

 

27.01.2016

Straßenbau in Senzig

Im Amtsblatt für die Stadt, vom 26.1.2016, sind die Verwaltungsvorschriften zum kommunalen und privaten Straßenbau veröffentlicht. Es lohnt, die Veröffentlichungen zu lesen! Lesen Sie hier, die Seiten 8 - 12 

 

15.09.2015

Brücke über die Dahme bei Bindow und Radweg von Senzig nach Bindow

In einem Artikel der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ - Dahme-Kurier) vom 15. September 2015, äußerte sich der Heideseer Bürgermeister Siegbert Nimtz, auch zu Themen die Senzig betreffen.

Zur denkmalgeschützten Brücke über die Dahme bei Bindow, diese Brücke liegt jeweils zur Hälfte in Senzig bzw. Bindow, führte er u.a. aus:

Nach Auskunft vom Landesbetrieb Straßenwesen wird die Rekonstruktion Ende Oktober abgeschlossen. Die statischen Untersuchungen laufen noch. Der Landesbetrieb Straßenwesen ist aber optimistisch, dass die Brücke dann wieder zweispurig befahren werden kann. Die Ampelregelung könnte damit entfallen. LKW mit einem Gewicht über 16 Tonnen dürfen die Brücke aber auch künftig nicht befahren. Die müssen weiterhin kilometerlange Umleitungen in Kauf nehmen. Und das, obwohl die Sanierung inzwischen über eine Million Euro verschlungen hat.

Auf die Frage, wie es mit einem Neubau der Brücke steht, führte Nimtz u.a. aus:

Das Planfeststellungsverfahren ist noch immer nicht abgeschlossen. Offiziell spricht das Land von einem Baubeginn 2017. Möglicherweise aber dreht sich hier ab 2016 ein Rad. Die alte Brücke soll dann nur noch als Fußgänger- und Radfahrbrücke genutzt werden. Da allerdings geht das Problem weiter, denn noch existiert überhaupt kein Radweg zwischen Senzig und Bindow. Hier hat es aber bereits erste Gespräche gegeben.

(Anmerkung: Den Bau eines Radweges zwischen Senzig und Bindow sieht die Planung des Landes bereits seit vielen Jahren vor. Wenn jetzt Herr Nimtz, Bürgermeister Heidesees, in dieser die Gemarkung Senzig betreffenden Sache aktiv wurde, wäre das wunderbar. Ob es diesbezüglich auch Aktivitäten der sachlich zuständigen Stadt Königs Wusterhausen gab, ist derzeit öffentlich nicht bekannt.)

 

10.06.2015

Interview der Senziger Ortsvorsteherin mit dem Dahme-Kurier

Die Senziger Ortsvorsteherin Renate Grätz, hat der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) – Dahme Kurier, ein Interview gegeben. Das Interview wurde von der MAZ-Journalistin Franziska Mohr aufgezeichnet und am 10. Juni 2015 veröffentlicht.

Hier eine kurze Zusammenfassung betreffs Straßenbau in Senzig:

privat finanzierter Straßenbau: Pirolweg, nördlicher Teil, die Arbeiten haben in der ersten Juniwoche begonnen. Die Anliegerbeteiligung beträgt dort 100 %. Gespräche zum Ausbau der Gudrun-, Krimhild- und Brunhildstr. sind im Gange. Die Ortsvorsteherin denkt, dass diese zum Erfolg führen.

 

01.04.2015

Informationen der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen

Es sind Informationen, Planungen und Vorstellungen der Stadtverwaltungen bekannt geworden, zur Umsetzung des von der Stadtverordnetenversammlung in 2011 beschlossenen Straßenausbaukonzeptes.

Von den 30 Straßenbauinvestitionen, welche durch die Stadtverwaltung bis 2018 in Königs Wusterhausen realisiert sein soll(t)en, wurden bis 2014 tatsächlich erst 3 fertiggestellt. Eine davon war der Ausbau der Körbiskruger Straße in Senzig. Die Verwaltung begründet den riesigen Rückstand mit der Bevorzugung der Finanzierung des Radwegebaus in Zeesen und Senzig.

Für Senzig steht als nächstes das Bauvorhaben Talstraße an. 2016 soll dafür die Planung erfolgen und 2017, planmäßig, das Bauvorhaben durchgeführt werden.

Die für 2016 vorgesehene Planung zum Bauvorhaben Friedhofsweg ist jetzt auf 2018 gesetzt.

Das Bauvorhaben (untere) Bergstraße ist terminlich völlig offen.

Die zur Verfügung stehenden Budgets erlauben, nach Darstellung der Stadtverwaltung, die bis 2018 geplanten Vorhaben erst in den Jahren 2022 und fortfolgenden abzuschließen. (Stand 16.04.2015)

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Freiwillige Feuerwehr Senzig / Feuerwehrgerätehaus Senzig - Neubau

Frühjahr / Sommer 2018

tschüß, du "altes Haus", 80 Jahre waren dir vergönnt

 

Am 14. September 1938 wurde das Feuerwehrhaus an der Gussower Straße, mit darin befindlicher Arrestzelle und Gemeindeschwesterraum, übergeben. Es hat bis heute seine Form unverändert beibehalten.

Den Entwurf und die Ausführung dieses bis heute das Ortsbild in der Senziger Mitte prägenden denkmalwürdigen Bauwerkes, besorgte der Senziger

Bauunternehmer Otto Grüneberg, welcher damals schräg gegenüber in der Chausseestraße 155 wohnte.

Vorbereitende Arbeiten zur Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses auf dem Areal an der Gussower Straße haben begonnen..

 

 

29.12.2017

Artikel der MAZ-Dahmeland, Senzigs Feuerwehr wieder einsatztbereit

 

Die MAZ - Dahmeland, schrieb u.a.:

Senzig hat wieder eine einsatzbereite Freiwillige Feuerwehr. Sie ist wieder im Dienst, nachdem sich etliche Kameraden zurückgemeldet haben, sagte Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) im Stadtrat. Nach einem Massenaustritt von 16 Kameraden war die Ortswehr Anfang Oktober abgemeldet worden. Anlass war ein Streit um die Ausrücke-Verordnung der Stadt. Demnach werden die Ortswehren kaum noch alarmiert. Bei umgestürzten Bäumen oder Überschwemmungen rücken die hauptamtlichen Königs Wusterhausener Kameraden aus. Die Senziger wollten erreichen, dass sie wie früher bei allen Feuerwehr-Notrufen wieder mit alarmiert werden. Doch das lehne die Stadt ab.

Kurz vor dem 95-jährigen Bestehen der Wehr im Januar war der Massenaustritt die größte Krise in der Geschichte der Senziger Feuerwehr. "Das kam noch nicht vor", sagte Ortswehrführer Sebastian Kanschur im Oktober der MAZ. Die Hälfte der sechsköpfigen Wehrführung schmiss ebenfalls hin.

 

 

12.10.2017

Artikel der MAZ, Zur Abmeldung der Senziger Freiwilligen Feuerwehr

 

Im mit 3.360 Einwohnern viertgrößten Königs Wusterhausener Ortsteil Senzig gibt es keine einsatzbereite freiwillige Feuerwehr mehr. Nach einem Massenaustritt von 16 Kameraden wurde sie vorerst abgemeldet. Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) versicherte im Stadtrat, dass der Brandschutz in Senzig durch andere Feuerwehren der Stadt dennoch gewährleistet sei.

Wenige Monate vor dem 95. Jubiläum im kommenden Januar ist das die größte Krise in der Geschichte der Senziger Feuerwehr. "Das kam noch nicht vor", sagte Ortswehrführer Sebastian Kanschur am Mittwoch der MAZ. Die Hälfte der sechsköpfigen Wehrführung schmiss ebenfalls hin, darunter sind der Jugend- und der Gerätewart. Derzeit sei nur "eine Hand voll" der einst 29 aktiven Einsatzkräfte verfügbar, sagte Kanschur. Der Aderlass ist gewaltig, die Folgen sind noch nicht absehbar. "Einige Kameraden waren mehr als 20 Jahre dabei, etliche von denen, die jetzt gegangen sind, wollen nicht mehr wieder kommen."

Grund ist lauf Kanschur ein seit anderthalb Jahren schwelender Streit um Einsätze. Laut der neuen Vorschriften der Stadt werden die Ortsfeuerwehren nur noch bei Bränden mit alarmiert. Zu Hilfeleistungen wie bei umgestürzten Bäumen oder Überschwemmungen rücken die hauptamtlichen Königs Wusterhausener Feuerwehrleute aus. In Senzig macht das laut Kanschur 70 bis 80 Prozent der Einsätze aus. "Da wir im Jahr nur knapp 30 Einsätze haben, bleibt für uns kaum noch etwas übrig". Die Senziger wollten deshalb erreichen, dass sie wie früher bei allen Feuerwehr-Notrufen wieder mit alarmiert werden. Doch das lehne die Stadt ab. "Die Motivation ist bei den Kameraden nicht mehr da, weil sie sich nicht mehr gebraucht fühlen", so Kanschur. Die zahlreichen jüngsten Sturmschäden in Senzig wurden von anderen Feuerwehrleuten beseitigt. Kanschur betonte die Bereitschaft, eine gemeinsame Lösung zu finden, auch die Jugendlichen im Ort sollten nicht verprellt werden. In der Senziger Jugendfeuerwehr sind vier Mädchen und 14 Jungen aktiv.

Stadtbrandmeister Sandro Viehöfer wollte sich gegenüber der MAZ nicht äußern. Bürgermeister Lutz Franzke will den Streit nun mit Hilfe des Landesfeuerwehrverbandes schlichten. Das geplante neue Gerätehaus in Senzig soll dennoch gebaut werden, sagte er im Stadtrat.

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Der vorstehende Artikel des Journalisten Frank Pawlowski wurde veröffentlicht in der MAZ - Dahmeland, am 12.10.2017

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Nachsatz:

Es ist nicht erinnerlich, dass es in den letzten anderthalb Jahren im Senziger Ortsbeirat in öffentlicher Sitzung irgendeinen Hinweis auf die Situation gab.

Im Senziger Veranstaltungskalender werden Termine der Freiwilligen Feuerwehr bis auf Weiteres nicht mehr angezeigt.

 

20.02.2017

Einwohnerfragestunde Ortsbeiratsitzung am 16.01.2017 - Frage und Antwort zum Feuerwehrgerätehaus

In der Einwohnerfragestunde der Ortsbeiratsitzung vom 16.01.2017 vorgetragene Frage wurden durch die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen wie folgt beantwortet:

Frage: Welcher Stand ist zum Neubau des Senziger Feuerwehrgerätehauses erreicht?

Antwort (20.02.2017): Es fanden 2 Anwohnerversammlungen statt. Die Einwände der Einwohner sowie Änderungsvorschläge wurden durch die Stadt aufgenommen, geprüft und Möglichkeiten der Umplanung erwogen und vorgestellt. So konnte das Benehmen mit den Anwohnern hergestellt werden. Die Protokolle sowie der Schriftverkehr hierzu wurden der Bauaufsicht zur Kenntnis gegeben. Es wird im Februar hier eine Entscheidung erwartet, inwieweit eine Anpassung im Sinne der Anwohner genehmigungsfähig wäre.

 

26.07.2016

Pläne für neues Feuerwehrgerätehaus umstritten

Die MAZ veröffentlichte am 26. Juli 2016, den folgenden Artikel der Journalistin Franziska Mohr: 

Pläne für neues Gerätehaus umstritten

Gegen die Planungen für das neue Senziger Gerätehaus in der Chausseestraße/ Ecke Gussower Straße machen die Anwohner jetzt mobil. Sie beklagen, dass sie im Vorfeld viel zu wenig die Planungen einbezogen wurden. Bürgermeister Franzke aber steht bei den Feuerwehrleuten im Wort. und könnte jetzt möglicherweise ein Problem bekommen.

Nach der Eröffnung der neuen Gerätehäuser für die freiwilligen Feuerwehren in Zernsdorf/Kablow sowie in Niederlehme wollte Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) in seiner Amtszeit eigentlich auch das nagelneue Domizil für die Senziger Kameraden 2017 eröffnen. „Für die Umsetzung dieser Pläne stehe ich im Wort“, erklärte er im Beisein von Ortswehrführer Sebastian Kanschur am 12. Juni vorigen Jahres in der MAZ. Das allerdings könnte sich jetzt als schwierig erweisen.

Die Anwohner im Umfeld des neuen Gerätehauses machen gegen das Projekt mobil. Allen vor-an der direkte Nachbar Burkhard Hein und seine Frau Roswitha. „Ich begrüße selbstverständlich, dass die Kameraden, die ehrenamtlich in brenzligen Situationen für uns alle den Kopf hinhalten, endlich ordentliche Arbeitsbedingungen erhalten.“ Daher erklärte er am 19. Mai, als ihn das kreisliche Bauordnungsamt in einem Schreiben vom 17. Mai im Zuge der Nachbarbeteiligung „um Zustimmung beziehungsweise etwaige Einwendungen gegen das Vorhaben“ bat, in der anfänglichen Euphorie auch sofort seine Einwilligung. Als er allerdings einen Tag später den vom Bauordnungsamt geschickten Lageplan zur Hand nahm und das Vorhaben vor seiner Haustür genau ausmaß, war ihm sofort klar: „Die Planungen des neuen Gerätehauses gehen hinsichtlich Bauabstand, Wohnkultur und Wertverlust des eigenen Grundstücks gar nicht“, sagt Hein. Am 22. Mai widerrief er seine drei Tage zuvor erteilte Zustimmung. „Anstatt wie bisher ins Grüne würde ich aus meinem Küchen- sowie aus meinem Schlafzimmerfenster in nur 5,50 Meter Entfernung auf eine 3,30 Meter hohe Mauer schauen“, begründet der 56-Jährige seinen Widerruf. Er habe auf dem 1986 erworbenen Grundstück nicht sein Leben lang geackert, um jetzt einen derartigen Wertverlust hinzunehmen. Rechtliche Schritte behält er sich vor.

Unmut erregt das Bauvorhaben auch bei Henry Boettcher, der selbst seit 31 Jahren bei der Senziger Wehr engagiert ist. „Ich bin für den Neubau, aber nicht für einen derartigen Klopper direkt vor meiner Haustür“, sagt er. Außerdem ist ihm ebenso wie der Familie Hein unverständlich, warum die Stadt Königs Wusterhausen die Anwohner nicht schon bei der Erarbeitung der Pläne direkt einbezogen habe. Zumal es auch erhebliche Probleme mit den Medienanschlüssen gibt, die nun alle umverlegt werden müssen. Zahlreiche Senziger plädieren ohnehin dafür, dass das 1936 erbaute, ortsbildprägende Gerätehaus erhalten bleibt und für ein modernes Gerätehaus ein neuer Standort beispielsweise auf dem Bullenberg gefunden wird. Die jetzigen Pläne sehen aber vor, dass der Altbau nach der Eröffnung des Neubaus komplett abgerissen wird.

Ortswehrführer Sebastian Kanschur verweist darauf, dass die Feuerwehr seit 80 Jahren an diesem Standort beheimatet ist. „In all den Jahren hat es nie Probleme mit den Anwohnern gegeben“, sagte er. Die Kameraden bräuchten dringend mehr Platz für Sanitäranlagen und Umkleiden, auch die Fahrzeughalle sei viel zu eng. Baurechtlich seien alle Vorschriften einschließlich der Abstandsflächen eingehalten worden. „Zieht sich das Verfahren noch lange hin, so ist nicht auszuschließen, dass so mancher der Feuerwehr endgültig den Rücken kehrt, nachdem die Kameraden ohnehin schon jahrelang vertröstet wurden.“ Die Senziger Ortsvorsteherin Renate Grätz (CDU) bedauert die Verzögerung. Sie schließt auch nicht aus, dass das Vorhaben nach den Protesten der Anwohner jetzt ein wenig abgespeckt werden muss. „Es erweist sich offensichtlich als Fehler, dass das städtische Bauamt die Bürger nicht rechtzeitig in die Planungen einbezogen hat.“ Auch wenn dies möglicherweise baurechtlich nicht unbedingt zwingend gewesen wäre.

1,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Diesen Vorwurf weist Bürgermeister Franzke zurück. „Es handelt sich um ein ganz normales Bauverfahren, bei dem jetzt die Interessen aller Beteiligten abgewogen werden.“ Der von einigen Kameraden aufgrund ihrer jährlich „nur“ etwa 35 Einsätze geäußerte Verdacht, dass die Stadt die 1,5 Millionen Euro für den Neubau des Senziger Gerätehauses zugunsten der geplanten neuen Feuerwache auf dem Funkerberg einsparen will, ist für Franzke völlig gegenstandslos. Das Geld sei da. Er stehe zu dem Neubau des Gerätehauses in Senzig. Die Leiterin der Unteren Bauaufsicht des Landkreises, Kirsten Globig, erklärt zum aktuellen Stand lediglich: „Es ist ein laufendes, ergebnisoffenes Verfahren, bei dem nach eingehender Prüfung die notwendigen Entscheidungen getroffen werden.“

 

01.04.2016

Informationen der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen

Es sind Informationen, Planungen und Vorstellungen der Stadtverwaltungen bekannt geworden, zur Sanierung / Modernisierung des Senziger Feuerwehrgerätehauses.

Für die Sanierung / Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses Senzig ist die Vorplanung abgeschlossen, berichtet die Stadtverwaltung. Durch das Bauplanungsbüro sei eine Variante als Neubau am Bestandstandort gefertigt. Die Variante liegt den Beteiligten vor. Eine Abstimmung dazu soll in der Woche nach Ostern erfolgen. (Stand 16.04.2015)

 

10.06.2015

Interview der Senziger Ortsvorsteherin mit dem Dahme-Kurier

Die Senziger Ortsvorsteherin Renate Grätz, hat der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) – Dahme Kurier, ein Interview gegeben. Das Interview wurde von der MAZ-Journalistin Franziska Mohr aufgezeichnet und am 10. Juni 2015 veröffentlicht.

Hier eine kurze Zusammenfassung betreffs Feuerwehrgerätehaus Senzig:

Die Planungen wurden am 1. Juni vorgestellt und fanden die Zustimmung des Ortsbeirates. Am bisherigen Standort wird es einen Neubau geben. Kosten nach gegenwärtiger Schätzung 1,6 Mio. Euro. Der Altbau wird abgerissen. Die Einsatzfähigkeit bleibt während der gesamten Bauphase erhalten. Frau Grätz geht von einem Baustart spätestens Frühjahr 2016 aus.

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Seebrücke Senzig - Informationen

Alle Informationen zum Thema "Seebrücke Senzig" finden Sie auf der Unterseite zur Seebrücke Senzig

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Satzungen und Regelungen - Straßen / Laub / Bäume / Ufer / FNP

Straßen

30.01.2015 - Straßenreinigungssatzung angepasst

Zum 01.01.2015 ist die neue, angepasste, Straßenreinigungssatzung für Königs Wusterhausen in Kraft getreten.

Die neue Straßenreinigungssatzung ist veröffentlich im Amtblatt der Stadt Königs Wusterhausen, Jahrgang 25, Nr.11, vom 22.12.2014.

 

Laub

15.12.2015 - Neuregelung bei der Laubentsorgung ab dem 01. Januar 2016

Die Königs Wusterhausener Stadtverordneten haben mehrheitlich eine Neuregelung bei der Laubentsorgung beschlossen. In der Folge verabschiedet sich die Stadt Königs Wusterhausen ab 2016 auch in Senzig, von der bisher in den Monaten Juli, August, Oktober, November und Dezember im 14 tägigen Rhythmus durchgeführten Laubentsorgung aus dem öffentlichen Straßenraum, welches sich im Anliegerbereich befindet.

Betroffen davon sind die Anwohner der gesamten Chausseestraße und An der Chausse bis zur Birkenallee, Gräbendorfer- und Körbiskruger Straße bis zur Bergstraße, Lindenstraße von der Chausseestraße bis zur Schule, Ahornallee, Waldstraße und Akazienallee. Die Anwohner sind zukünftig verpflichtet das Laub unverzüglich zu entfernen, wenn es eine Gefährdung des Verkehrs darstellt. Damit entfällt die bisherige Privilegierung der besonders stark von Laubfall betroffenen Anwohner.

Zur Kostentragung sind keine Regelungen getroffen. Insofern ist davon auszugehen, dass die entstehenden Kosten der Laubentsorgung zukünftig die Anlieger tragen.

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In der Sitzung vom 14.12.2015 haben die Stadtverordneten Beschlüsse gefasst, welche die Veränderungen bei der Laubentsorgung aufnehmen. So entfällt in der Straßenreinigungsgebührensatzung vollständig die bisher für die vorstehend genannten Straßen bzw. Straßenteile eingerichtete Gruppe VI. Danach zahlten diese Anlieger bisher jährlich 0,61 Cent pro lfd. Meter Grundstücksfront für die Laubabfuhr.

Gleichzeitig wird die mit der Begründung einer gerechteteren Beteiligung an den Kosten der Laubentsorgung jetzt für alle Grundstücke die Grundsteuer B (Wohn- bzw. Baugrundstücke) vom derzeitigen Hebesatz 275 % auf einen Hebesatz von 393 % erhöht.

 

Bäume

31.01.2015 - Baumschutzsatzung weiterhin gültig

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 15.12.2014 der Beschlußvorlage der CDU-Fraktion, zur Außerkraftsetzung der Baumschutzungsatzung der Stadt Königs Wusterhausen von 2004, mehrheitlich nicht zugestimmt.

Es war vorgeschlagen, dass anstelle der städtischen Baumschutzsatzung von 2004 nur noch die Baumschutzsatzung des Landkreises Dahme-Spreewald von 2011 Anwendung findet.

Baumschutzsatzung der Stadt Königs Wusterhausen

Baumschutzsatzung des Landkreis Dahme-Spreewald

Im Landkreis Dahme-Spreewald haben derzeit (noch) eine eigene Baumschutzsatzung die Städte Mittenwalde (von 2004), Königs Wusterhausen (2004) und Wildau (2004), die Ämter Schenkenländchen (1994/2007) und Unterspreewald (2005) sowie die Gemeinden Bestensee (2008), Eichwalde (2007), Heidesee (2004), Märkische Heide (2005), Schulzendorf (2004) und Zeuthen (2007).

Die Baumschutzsatzung des Landkreises Dahme-Spreewald (von 2011), als alleinige Baumschutzsatzung, findet bereits Anwendung in den Städten Lübben und Luckau, im Amt Lieberose/Oberspreewald sowie in den Gemeinden Heideblick und Schönefeld.

 

01.01.2016 - Neue Baumschutzsatzung

Zum 01. Januar 2016 ist für die Stadt Königs Wusterhausen, einschließlich deren Ortsteile, eine neue Baumschutzsatzung in Kraft getreten.

zum Text der Baumschutzsatzung

 

Ufer

12.05.2016 - "Uferschutzsatzung"

Die Presse berichtet umfänglich über den in der Stadtverordnetenversammlung KW, am 2. Mai 2016, vorgebrachten Antrag, zu einer "Uferschutzsatzung".

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Ein paar Daten zur Ufersituation in Senzig habe ich für diesen Blog-Artikel zusammengetragen:

- Ufer des Zeesener See (Waldesruh): In der Senziger Siedlung Waldesruh gibt es keine direkt an die Uferkante heranreichendes Grundstücke. Es gibt dort ufernah vor den Grundstücken zum Zeesener See hin gelegen, einen empfehlenswerten öffentlich durch jederman begehbaren Weg auf einer Länge von ca. 560 m, mit 3 direkten Zugängen (Badeplätze/Liegewiesen) an das Seeufer.

- Ufer des Krimnick- und des Krüpelsee (Mitte und Krüpelsee): In diesem Bereich erstreckt sich die Uferkante über ca. 5.660 m. Auf ca. 3.130 m davon besteht die Möglichkeit direkt am Ufer oder so ufernah, dass man die Seen, teilweise über Grundstücke hinweg, sehen kann, zu gehen. An 9 Stellen besteht die Möglichkeit Badeplätze/Liegewiesen zu nutzen. In dem sich östlich an die Siedlung Krüpelsee anschließenden Wald kann man weitere ca. 1.770 m direkt am Ufer oder ufernah gehen. Teilweise kann man dort baden und man findet auch Wiesen vor.

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Unter der Überschrift, "Wir für KW" zieht Vorlage Zurück,, erschien zum Thema in der Märkischen Allgemeinen Zeitung - Dahme-Kurier, der nachfolgende Artikel der Journalistin Franziska Mohr:

Die Stadt Königs Wusterhausen hat 80 Kilometer Uferzone, die von Bebauung frei gehalten und für die Allgemeinheit zugänglich sein sollen. Dazu besteht im Stadtparlament Konsens. Wie dies aber gesichert werden kann, darüber gehen die Auffassungen weit auseinander. Die einen wollen ein Vorkaufsrecht erzwingen, während andere von Enteignung sprechen.

Die Uferzonen in der Stadt Königs Wusterhausen sollen trotz des Zuzugs weitgehend von Bebauung freibleiben und im Interesse der Allgemeinheit öffentlich zugänglich sein beziehungsweise wieder werden. Dieses Grundanliegen wird von allen Stadtverordneten mitgetragen und wurde in den vergangenen Jahren bei Bebauungsplänen auch weitgehend umgesetzt.

Angesichts der immer dichteren Bebauung brachte die Fraktion „Wir für KW“ daher jetzt im Stadtparlament einen Beschlussvorschlag ein, wonach der Bürgermeister eine Uferzonen-Satzung erarbeiten lassen sollte. „Der freie Zugang zu allen Gewässern, die Veräußerung, die gesellschaftliche Nutzung und das Bauverbot für Uferzonen“ sollten darin festgesetzt werden. Das Schwemmland wurde ausdrücklich einbezogen, wobei ein Vorkaufsrecht und gegebenenfalls der Ankauf dieser Flächen durch die Stadt verankert werden sollte, um eine öffentliche Nutzung zu ermöglichen.

Anfangs forderte der Fraktionschef von „Wir für KW“, Michael Reimann, dazu in der Diskussion sogar eine namentliche Abstimmung. Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) aber ließ keinen Zweifel, dass ihm dieser Vorschlag viel zu weit geht. „Das kommt einem Angriff auf bestehendes Eigentum gleich.“ Ähnlich äußerte sich Tobias Schröter (SPD). Die Regelungen seien unflexibel und ließen keine Einzelfallprüfung zu. „Diese Satzung ist nicht umsetzbar und kommt einer Enteignung gleich.“ Schröter kündigte an, dass die SPD-Fraktion dazu auf der nächsten Sitzung einen eigenen Vorschlag einbringen wird. Reimann lenkte ein und zog im Interesse einer weiteren ergebnisoffenen Debatte die Vorlage zurück.

Die Diskussion zeigte unmissverständlich, dass die Umsetzung dieser Satzung eine bisher in der Stadt einzigartige Klagewelle hervorrufen würde. Die Stadt Königs Wusterhausen weist 80 Kilometer Uferbereich auf, davon befinden sich 47 Kilometer im Außenbereich, der ohnehin nicht bebaut werden darf. Weitere neun Kilometer bilden Biotope.

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Unter der Überschrift, Als es dann dämmerte, Bürgerverein befürchtet schleichende Enteignung von Grundstückseigentümern in KW, erschien zum Thema im KW-Kurier, Nr. 19, 26. Jahrgang, 11. Mai 2016, der nachfolgende Artikel:

Eine Idylle: Die Dämmerung über einem See bei KW. Auch den Stadtverordneten von KW dämmerte es am Montag letzter Woche, als unter den Tagesordnungspunkt 9.14 ein Antrag zu einer "Uferschutzsatzung" zur Beratung anstand: Sie merkten: Der Antrag hat Sprengstoffpotential - schlimmstenfalls zur Sprengung der KWer Haushaltskasse.

Um die Stadt vor möglicher Sammelklage und unvermeidlicher Rücklagenbildung in Millionenhöhe zu schützen, was ernste Konsequenzen für die Verwaltungsfunktion der Stadt haben könnte, wurde noch vor der Abstimmung zum Antrag der Fraktion "Wir für KW" ein Schreiben mit den Bedenken Betroffener aus der Regionalgruppe Königs Wusterhausen des Lübbener Bürgerverein "Wir von hier e.V." (nicht zu verwechseln mit "Wir für KW"!) allen Stadtverordneten und dem Bürgermeister zugestellt. Dr. Franzke äußerte bei Beginn der Abstimmung sofort seine Ablehnung zur Annahme des Antrages. Ein Stadtverordneter der SPD wies auch auf die bundesweite Regelung zum Schutz der Gewässerränder für eine Nutzung durch die Öffentlichkeit hin. Die Fraktion "Wir für KW" zog anschließend ihren Antrag zurück und erklärte einen neuen Vorschlag in Zusammenarbeit auch mit der Regionalgruppe Königs Wusterhausen des Lübbener Bürgervereins in naher Zukunft zu unterbreiten.

Worum ging es ? Die Eigentümer von Grundstücken mit Wasserzugang in KW treibt eine Sorge um: Wird ihr Grundstück möglicherweise schleichend enteignet?

Grund war die beantragte und möglicherweise gegen viele private Grundstückseigentümer gerichtete "Uferschutzsatzung" der Stadt.

Nachdem einige Stadtverordnete Königs Wusterhausens mit dem Durchsetzen einer extrem den Bürger benachteiligenden Baumschutzsatzung erst vor kurzem scheiterten, wurde eine weitere, in ganz Brandenburg einmalig stark den Bürger benachteiligende als "Uferschutzsatzung" betitelte "Vorkaufsrechtssatzung" beantragt.

Die Fraktion "Wir für KW" hatte dazu in der KWer Stadtverordnetenversammlung einen Ufersatzungsantrag und die Begründnung in einer Bauausschutzsitzung im Namen ihrer Mitstreiter gestellt. Rechtlich soll danach die Stadt Königs Wusterhausen in die Lage versetzt werden, über sogenannte Vorkaufsrechtssatzungen (§ 25 BauGB) eine Grunddienstbarkeit zu Gunsten der Stadt und der Öffentlichkeit in die Grundbücher der Ufergrundstückseigentümer eintragen zu lassen. Deren Vision ist es, künfig überall im LDS komplett frei von Bootsstegen baden zu können und überall die Einfriedungen der Ufergrundstücke durch Zäune, Hecken, u.a. verbieten zu lassen, so dass alle um jeden See laufen können. Jedermann soll zu jederzeit das Recht haben, alle Ufergrundstücke jeden Sees kostenlos bzw. auf Kosten auch der privaten Grundstückseigentümer zu nutzen. Die Stadt hätte mit dieser Vorkaufsrechtssatzung indirekt das Recht der Mitbestimmung beim Verkauf und der Entwicklung auch der in privater Hand befindlichen Ufergrundstücke der Bürger, der Unternehmen, der Vereine und der Wochenendhaussiedlungen.

Eine weitere große Frage wäre, wer kommt für die Verkehrswegesicherung der künftigen öffentlichen Uferzonen auf? Würden sich möglicherweise sogar Beitragspflichten für die Grundstückseigentümer begründen, würden Uferzonenbefestigt und öffentlich unterhalten?

Bei einem der Mitglieder des Bürgervereins "Wir von hier" drängt die Stadt Königs Wusterhausen bereits seit langem zu Eintragungen von Wegerechten in dessen Grundbuch. Wegen dessen Ablehnung scheint das Stadtplanungsamt kein Interesse an einem zuvor im Rahmen eines B-Planverfahrens vereinbarten Abschluss eines städtebaulichen Vertrages zu haben. Bei einer Vor-Ort Besichtigung vor mehreren Jahren in Anwesenheit aller Fraktionsvorsitzenden, des Baumates, des Stadtplanungsamtes und des Bürgermeisters wurde der Verzicht wegen unzumutbarer Belastung und Gefährdung des Geschäftskonzeptes an diesem Standort vereinbart. Dieses demokratisch abgestimmte Ergebnis gefiel einzelnen nicht. Dies könnte wahrscheinlich der wahre Grund für die als unnötige Blockadehaltungempfundene Verzögerung durch die Stadt gegenüber dem Vorhaben des Investors seit fast acht Jahren sein. Dem Investor entstand dadurch ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Schaden und Nachteil gegenüber geplanten Konkurrenzprojekten in unmittelbarer Nähe. Der Bürgerverein  beantragte nun, dass der Bürgermeister persönlich sich dieses Falles annimmt und zum Wohle des Stadtimages als Investionsstandort und der positiven Stadtentwicklung hier bald eine Lösung findet.

Elitäre Frage ist aber auch, greift eine derartige Satzung "nur" in künftige Grundstücksrechte ein oder betrifft sie auch bestehende Grundstücke, Grundstücksrechte und könnte derzeitigen Nutzungen oder Nutzungsabsichten entgegensten?

Auch wenn das Grundanliegen, ein "Ufer für alle" möglicherweise für breite Zustimmung sorgen könnte, steht zu bedenken, dass damit möglicherweise in bestehende Entwicklungen eingegriffen werden wird. Das könnte Investitionen deutlich behindern. Die rechtlichen Anforderungen an eine solche Satzung, die mehrere Kilometer Seeufer in Königs Wusterhausen umfassen soll, sind aber enorm hoch, da man schleichend, jedoch gravierend in die durch Verfassung geschützten Rechte eines Grundeigentümers eingreift, die seiner Enteignung gleichkommt (siehe die unendliche Geschichte zum B-Plan "Uferzone Griebnitzsee" in Potsdam).

Zu bedenken ist auch, dass die Durchführung einer solchen Satzung für die Stadt enorm teuer werden würde - mit offenem Ende. Oder wie im "Altanschließerurteil" mit nachträglichen enormen Schadenersatzsummen, nachdem zu einem späteren Zeitpunkt die Verfassungswidrigkeit auch in diesem fragwürdigen Vorstoß einiger Stadtverordneter und der Stadt festgestellt werden könnte. Hierzu müssten von der Stadt bereits im Vorfeld des Rechtsstreits Rücklagen in Millionenhöhe gestellt werden. Die Stadt könnte eine solche Satzung zunächst zwar nur dann anwenden, wenn ein von einer "Vorkaufsrechtssatzung" erfasstes Grundstück an einen außenstehenden Dritten (nicht an Familienangehörige) verkauft werden soll. Aber auch diese Einschränkung wäre eine eindeutige Benachteiligung der Rechte des Eigentümers. Ohne langwieriges Enteignungsverfahren könnte wegen der Verkaufsabsichten des Eigentümers oder dessen Ableben automatisch die Rechtsgrundlage für ein Vorkaufsrecht der Stadt entstehen. Die beantragte Vorkaufsrechtssatzung für Ufergrundstücke würde somit ein Recht zur verdeckten Enteignung und Benachteiligung des Eigentümers schaffen. Die Grundstücksgutachter unterscheiden seit jeher zwischen "echten Wassergrundstücken" mit eigenem Ufer und "unechten Wassergrundstücken", wenn das Ufer öffentlich genutzt werden kann. Die Vorkaufsrechtssatzung degradiert echte Wassergrundstücke und verursacht hierdurch einen sehr gut messbaren Wertverlust. Dieser liegt ja nach Lage bei durchschnittlich 50% bis 70%. Sollte die angestrebte "Uferschutzsatzung" rechtskräftig werden, müsste sich der Eigentümer genau überlegen, an wen er sein Grundstück verkauft bzw. vererben möchte. Die Stadtverwaltung ist von der SVV aufgefordert worden, erst einmal eine Idee zu entwickeln, für welche Bereiche eine Vorkaufsrechtssatzung aufgestellt werden könnte. Der Bürgerverein fordert eine ehrliche öffentliche Debatte bereits im Vorfeld der konkreteren Ideenfindung.

Die gerade entstehende Regionalgruppe Königs Wusterhausen des Lübbener Bürgervereins "Wir von hier e.V." hat in Zusammenarbeit mit engagierten Königs Wusterhausenern nach erfolgreichem Widerstand gegen die Altanschließerbeiträge den Widerstand gegen diese Pläne mit auswirkungen auf den gesamten Landkreis zu einem der neuen Schwerpunkte seiner Arbeit erkoren.

Der Bürgerverein "Wir von hier e.V." sieht in engster Zusammenarbeit mit dem "Verband der Eigenheim- und Grundstücksbesitzer im Land Brandenburg e.V." in den KWer Plänen eine wirkliche Gefahr für die Untergrabung der von der Verfassung geschützten Rechte von Eigentümern und bietet Betroffenen kostenlos seine Unterstützung an! Zur Vereins-Philosophie gehört es auch, vernüftige Gegenvorschläge zu unterbreiten. In diesem Fall könnte beispielsweise ein als "Ufer-für -Alle" benanntes öffentlich gewähltes Gremiumgemeinsam mit dem Stadtplanungsamt zunächst herausfinden, welche von den über 25 Kilometern an stadteigenen Ufergrundstücken keine Rechte von Privateigentümern tangieren. Es könnte dann das "Ufer-für-Alle"-Gremium gemeinsam mit den städtischen Ämtern für Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur ein Konzept für diese Flächen erarbeitet werden, um sie zu öffentlichen und für "Jedermann zu jederzeit kostenlos" nutzbaren Flächen zu entwickeln.

Neue Ideen und auch neue Mitglieder für den ideologie- und parteiunabhängigen Verein sowie auch städtische Behördenmitarbeiter als Diskussionspartner sind bei "Wir-von-hier e.V." herzlich willkommen!

Kontakt:

Thomas Kaiser

Wir von hier e.V.

Am Dorfanger 17

15907 Lübben (Spreewald)

Tel.: 0152 - 29 222 722

Webseiten: www.wir-von-hier.info / www.wasser-netz.de / www.abgaben-experte.de

und

Verband der Eigenheim- und Grundstücksbesitzer im Land Brandenburg e.V.

Geschäftsstelle Woltersdorf

Peter Schulz (Geschäftsführer)

Werderstr. 1-8, Haus A

15569 Woltersdorf

Tel.: 03362 - 88 102 62

e-Mail: gf.eigenheimer@yahoo.de

Webseite: www.eigenheimer.de

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Als Antwort auf den (vorstehenden) Beitrag "Als es dann dämmerte" im KaWe-Kurier vom 11. Mai 2016, veröffentlichte der KaWe-Kurier in seiner Ausgabe vom 25. Mai 2016, in der Rubrik "Leserpost" den folgenden Artikel von Michael Reimann:

Gegen den schleichenden Populismus oder "Als es in Lübben dämmerte"

Haber Sie das auch gelesen? Lübbener Vereine mischen sich in Ihre Angelegenheiten als Bürger von KW ein! Der Lübbener Verein "Wir von hier", der schon in einer der letzten Ausgaben des KaWe-Kuriers eine Anzeige nutzte, um den Leserinnen und Lesern seine gesamte Unkenntnis zu einem Antrag der Fraktion "Wir für KW/UFL" in der Stadt Königs Wusterhausen zu unterbreiten, schlug auch vergangene Woche wieder zu. Es ist schon klar, wenn man aus 60 Kilometer Entfernung auf ein Problem starrt, dass man dann glaubt, "dicht dran" zu sein und zudem noch besonderer Fachmann für eine Uferzonensatzung sei.

Die Fraktion "Wir für KW/UFL", hat mit ihrem Antrag, die Stadtverwaltung möge doch eine Uferzonensatzung ausarbeiten und der SVV vorlegen, eine Debatte über die Uferzonen in KW auf den Weg gebracht. Mangels klarer Regeln liegen hier einige Dinge im Argen. Aber, dass der Bürgermeister und Herr S. von der SPD in KW die Unterstellungen von Leuten aus Lübben teilen, damit ginge eine schleichende Enteigung der betreffenden Grundstücksbesitzer einher, ist ein Witz. Die Antrag-Einreicher von "Wir für KW" halten sich an die Gesetze; unter anderem ans Grundgesetz. Diejenigen, die eine Satzung schreiben sollen, hier die Verwaltung von KW, hoffentlich auch. Kennen sie nicht auch Beispiele, die zu dieser Debatte geführt haben? Dann gibt es hier einige Beispiele: Da gibt es den Herrn F. aus dem Osten der Stadt, der einfach Schwemmland einzäunt, um so "die Natur zu belassen" oder der Unternehmer Herr S. aus dem Süden. Der zäunte gleich vor Jahren den bestehenden Wanderweg ein oder den Herrn W. aus dem Norden, der das Schwemmland bebaute. Alles Beispiele für Handeln ohne Rechtsgrundlage, die beliebig fortzusetzen sind.

Angst vor einer Satzung haben immer die, die nichts regeln wollen, weil sie aus ungeregelten Zuständen Vorteile ziehen. Im Grundgesetz Artikel 14 sind die Normen für Eigentum beschrieben. Zitat: (1) "Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt." (2) "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen:" Nicht mehr und nicht weniger! Alle Handelnden in KW, auch "Wir für KW/UFL" sind sich einig, dass es bei einer neuen Satzung vor allen Dingen um die Uferzonen geht, die im Eigentum der Stadt sind. Daraus Ängste zu schüren und von Enteignung zu reden, zeigt welches Geistes Kind in Lübben und nun auch in KW wohnt. Im Übrigen, die Solidarität der Nordgemeinden gegenüber dem ärmeren Süden ist auch daran abzulesen, dass im LDS der überwiegende Teil der Gelder der Gemeinschaftsaufgabe zur Stadtsanierung nach Süden in die Kreisstadt Lübben und nach Luckau geflossen sind. Die Kreisumlage wird zu recht heute noch genutzt, um den ländlichen Raum zu unterstützen. Da Hätten die Herren vom Dorfanger in Lübben genug zu tun. Lassen Sie uns also unsere Hausaufgaben hier in KW machen, damit wir morgen noch um unsere Seen laufen können - ohne dabei baden gehen zu müssen und die Eigentümer sicher schlafen können. Dafür und für nichts anderes steht "Wir für KW" - www.wirfuerkw.de

Ihr Michael Reimann

 

Kommentare: Dr. Pludra (Montag, 06 Juni 2016 13:46) Ich stimme dem Antrag der Fraktion in der SVV und dem Kommentar von Herrn
M. Reimann ausdrücklich zu .Bin selbst Grundstückseigentümer mit einem Anliegerbootssteg und hätte bezüglich einer Ufersatzung keine Probleme.Der Vorschlag einer Kommission " Ufer für alle " wäre ein erster Schritt dafür. Hier muß
aber die Stadtverwaltung aktiv werden und Führung übernehmen.

Flächennutzungsplan (FNP)

16.01.2017 - In der Einwohnerfragestunde der Ortsbeiratsitzung vom 16.01.2017 vorgetragene Frage zum FNP (Königs Wusterhausen einschl.) Senzig, wurden durch die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen wie folgt beantwortet:

Frage: Welcher Erarbeitungsstand ist erreicht?

Antwort (15.03.2017): Derzeit erfolgt die Überarbeitung des offengelegten Vorentwurfs.

Dazu sind im Hinblick auf die Windkraftnutzung und die Immisionsbelastung noch Fachgutachten erforderlich, für die erst nach Beschluss der Haushaltsatzung Mittel zur Verfügung stehen.

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Teilen Sie der Stadtverwaltung Ihre Anliegen mit

Damit Sie sich in Königs Wusterhausen und hier in Senzig wohl fühlen, arbeitet die Stadtverwaltung kontinuierlich daran, die Attraktivität unserer Stadt und unseres Ortsteiles nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu erhöhen. Allerdings ist die Stadtverwaltung dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen. Lassen Sie die Stadtverwaltung wissen, was Ihnen gefällt oder womit Sie unzufrieden sind. Machen Sie die Stadtverwaltung darauf aufmerksam, wenn Ihnen Schwachstellen aufgefallen sind, damit Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen werden können.

Mit Hilfe des Online-Formulars  können Sie der Stadtverwaltung Ihr Anliegen rund um die Uhr mitteilen. Ihre Hinweise erreichen so auf direktem Wege die zuständigen Mitarbeiter.

Dies ist jedoch nur eine Möglichkeit, mit der Stadtverwaltung in Kontakt zu treten. Selbstverständlich sind die Mitarbeiter der Stadtverwaltung auch weiterhin telefonisch und persönlich für Sie da.
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ÖPNV Senzig - Vorhaben / Vorschläge

10.12.2017 - Und wieder voll verarscht! Die abendliche Busverbindung wurde erneut nicht eingerichtet.

 

17.03.2016 - Voll verarscht! Senzig soll(te) abendliche Busverbindung bekommen!

Auch mit dem Fahrplanwechsel zum 13.12.2015 wurde die Maßnahme nicht umgesetzt! Es gibt keine öffentliche Information WANN das konkret erfolgen soll! Zuständig für die Umsetzung der Maßnahme ist der Landkreis Dahme-Spreewald.

Der Kreistag beschäftigte sich in der Sitzung am 15. April 2015 u.a. mit dem Nahverkehrsplan ÖPNV LDS 2015 – 2020.

Die Stadt Königs Wusterhausen hatte den Hinweis eingebracht, nach 20 Uhr Abendverbindungen nach Senzig einzurichten. Dieser Hinweis ist jetzt als Maßnahme vorgesehen. Wann die konkrete Umsetzung erfolgt ist derzeit aber noch nicht bekannt.

Am 18.01.2016 wurde diesbezüglich mündlich und schriftlich in der Einwohnerfragestunde des Ortsbeirates Senzig angefragt. Die Anfrage ist registriert. Ein auf meine Frage bezug nehmendes Antwortschreiben durch die Stadtverwaltung ist jetzt, nach über 8 (!) Wochen, erfolgt! Meine Frage WANN die konkrete Umsetzung erfolgt, ist darin allerdings nicht beantwortet. "Eine verbindliche Information gibt es bisher dazu nicht. Nach Auskunft der Regionalen Verkehrsgesellschaft wird die Einrichtung einer abendlichen Buslinie in diesem Jahr noch nicht erfolgen.", lautet die Mitteilung der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen.

In der Ortsbeiratssitzung vom 21. März 2016 habe ich gebeten entsprechend der Fragestellung vom 18.01.2016 Auskunft zu erteilen, WANN die Maßnahme umgesetzt wird.

Eine Antwort darauf ist mir am 31. Mai 2016 zugegangen. Meine Nachfrage wurde durch die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen wie folgt beantwortet: "Lt. Rücksprache mit der Regionalen Verkehrsgesellschaft kann ein konkreter Termin derzeit noch nicht benannt werden. Frühestens im 2. Halbjahr 2017 ist die Einrichtung einer abendlichen Busverbindung möglich."

 

17.03.2016 - Buslinie nach bzw. durch Senzig-Waldesruh

Mit Bezug auf die Einrichtung einer Buslinie, die nach bzw. durch Waldesruh fährt, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit, dass das bisher an der fehlenden Wendemöglichkeit für Busse scheiterte und, dass in die Planungen der Stadt zum Ausbau der Ortsteilverbindungsstraße zwischen Senzig-Waldesruh und Zeesen-Körbiskrug die Frage der Buslinienführung einbezogen wird.

 

24.11.2014 - Schneller in Berlin

Am 20. November 2014 wurde der neue Fußgängertunnel am Bahnhof Königs Wusterhausen geöffnet. Damit verkürzt sich, aus Senzig kommend, der aktuelle Weg zur S-Bahn um ungefähr einen halben Kilometer bzw. um cirka 10 Minuten. Auch die lästige "Asthmatreppe" muss nicht mehr überwunden werden. Fahrstühle zu den Bahnsteigen erleichtern insbesondere Behinderten und Personen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck den Zugang. Eine tolle Sache!

Nun ist zu hoffen, dass die neuen Zugänge nicht durch Schmiererein verunstaltet und die technischen Anlagen nicht mutwillig zerstört werden.

Wenn es der Lübbener Kreisverwaltung, als Träger des  öffentlichen Personennahverkehrs, zusammen mit der Königs Wusterhausener Stadtverwaltung, jetzt auch noch gelingen würde, von der neuen stylischen Busstation an der Ostseite des Bahnhof, in den frühen Morgenstunden, in den Abend- und Nachtstunden sowie an den Wochenenden  zusätzlich Busverbindungen nach oder über Senzig einzurichten, wäre die Sache wirklich rundum gelungen.

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Südstern Senzig - Sport und mehr

23.10.2016 - Ultras Senzig, Fanclub der Fußballer der SG Südstern Senzig

Die Ultras von Südstern Senzig stehen in der Endrunde zur Wahl der besten Fans in Brandenburg.

Der heutigen Jugend wird ja häufig vorgeworfen, nur noch in den eigenen vier Wänden zu sitzen, am Smartphone zu hängen und generell nicht vor Enthusiasmus zu sprühen.

Auf die Fangruppe der Fußballer der SG Südstern Senzig (2. Kreisklasse B, Dahme/Fläming) treffen diese Attribute sicher nicht zu. Rund 50 Jugendliche engagieren sich für den Verein, investieren viel Zeit und Herzblut.

Max Dahlke gründete die Truppe gemeinsam mit vier anderen Jungs im Rahmen des Heimspiels des Senziger Teams gegen den MTV Wünsdorf II im Halbfinale des MAZ-Pokals (2:4) am 1. Mai 2015. Der 15-Jährige ist verantwortlich für die Kommunikation zwischen Fanclub und Verein. „Uns zeichnet aus, dass wir alle Jugendliche sind und uns ohne Erwachsene und feste Strukturen selbst gut organisieren“, erläutert der Schüler, der die 10. Klasse des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Königs Wusterhausen besucht und gerade auf Klassenfahrt in Hamburg ist. Er und seine Freunde, die fast alle im Alter zwischen 13 und 17 sind, bringen viel Zeit für „ihren“ Verein auf. Dazu gehört nicht nur die Unterstützung der ersten Männermannschaft bei den Pflichtspielen am Sonntag: Viele von ihnen kicken selbst im Nachwuchs des Vereins, denken sich Fangesänge und Choreographien aus.

„Die meiste Zeit geht für unser Fanprojekt drauf, weil wir dort die Geschichte des Vereins und der Gemeinde neu verfassen“, sagt Dahlke, der direkt in Senzig wohnt. Viele seiner Mitstreiter kommen aus anderen Orten und haben sich der Senziger Fangruppe angeschlossen, „weil wir hier die besten Bedingungen finden. Wir haben irgendwann alle mal eingesehen, dass es nichts bringt, wenn jeder versucht seinem Dorfverein zu helfen. Da schließen wir uns lieber zusammen“, so Dahlke. Man habe  sich auf die Fahnen geschrieben für den Slogan ,Support your local Team’ (dt.: ,Unterstütze deinen lokalen Verein’) zu werben und einen Traditionsverein aus der Region zu unterstützen.

Das Highlight der bisherigen Zusammenarbeit war der Bau eines eigenen Floßes für die „Flotte Notte“, einem Floßrennen in Königs Wusterhausen. „Da waren viele Blicke und Kameras auf uns gerichtet. Wir waren mit Pyrotechnik, Fahnen und Gesängen sicherlich die auffälligsten Starter“, erinnert sich Max Dahlke, der selbst in der B-Jugend der Senziger kickt.

Die Mühen lohnen sich. Die für Kreisklassen-Verhältnisse einzigartige Stimmung hat sich herumgesprochen, in der vergangenen Saison besuchten im Schnitt rund 70 Zuschauer die Spiele der Südstern-Kicker. Neben ihren lautstarken Fans haben diese sogar eine eigene, von der Band Scirocco komponierte,  Hymne.

Unter Verwendung eines Artikels von Mirko Jablonowski in der MAZ vom 12. Oktober 2016.

Am Ende hat es leider nicht für einen vorderen Platz gereicht.

 

21.09.2016 - 1. Senziger Sponsorenlauf erfolgreich durchgeführt

Am 20. September 2016 trafen sich im Stadion der SG Südstern, im  Senziger Wiesengrund, "Sponsoren", "Läufer" und viele interessierte Zuschauer, zum 1. Senziger Sponsorenlauf. Es ging darum, dass die jungen, die erwachsenen und die etwas reiferen "Läufer", mit möglichst vielen gelaufenen Runden, vorher zugesagte Geldbeträge der "Sponsoren" für jede Runde erliefen. Letztlich kam so ein ansehlicher Betrag zusammen, der Verwendung findet für die Mitfinanzierung des Senziger Weihnachtsmarktes am 3. Dezember 2016, für den Bau einer neuen Terassenüberdachung am Vereinshaus der SG Südstern sowie für Maßnahmen des Kinder- und Jugendsports in Senzig.

Danke den Organisatoren, den Sponsoren und vor allem den  vielen Läufern.   

 

23.03.2016 - "Wir schaffen das nicht allein"

Der Südstern Senzig bangt um seinen Platzwart

In der Ausgabe vom 23. März 2016, veröffentlichte der Wochenspiegel den nachfolgenden Artikel von Heidrum Voigt.

Der SG Südstern Senzig e.V. ist der größte Verein im Ort und hat mit seinen mehr als 250 Mitgliedern so einiges sportlich und kulturell angestoßen. Es gab Höhen und Tiefen. "Wir haben die letzten Jahre mit dem Bau des Vereinshauses gekämpft und überlebt. Eine Phase, die wir mit der Konsolidierung abgeschlossen haben", stellt Vereinschef Manfred Nass fest. Die Vereinsmitglieder wollen mit ihrer Muskelkraft und der Unterstützung von Firmen den Bau zu Ende führen - gerade wurde die Terrasse gepflastert. Sie machen sich auch schon Gedanken um die Werterhaltung des Gebäudes. Die drei Jahre alte Heizung hätte beinahe schlapp gemacht. Eine große Herausforderung für den Verein ist, dass ab 1. April keine Fördermittel mehr für ihren Platzwart fließen. "Sein Einsatz im Wiesengrund wurde zweimal verlängert. Nun ist nach drei Jahren Schluß", sagt Nass. Ab April müsste der Verein einen Arbeitsvertrag machen und den Mindestlohn zahlen.

"Wir schaffen das nicht allein, hier ehrenamtlich Haus und Platz in Ordnung zu halten", sagt Müller verzweifelt. Die Vereinsmitglieder hoffen auf Unterstützung aus der Stadtverwaltung. Jürgen Müller betont, dass sich das gebäude und das Stadion im Wiesengrund zu einem "wichtigen sozialen Zentrum" in Senzig entwickelt haben, das nicht nur Mitgliedern offen steht.

Da das Gelände aber kein kommunales Grundstück ist, sondern der Verein es vor rund zehn Jahren kaufte, ist die Stadt nicht in der Pflicht. "Wir hatten damals die Illusion, wenn wir einen Kredit für unseren Verein brauchen, eine Hypothek auf das grundstück aufnehmen zu können. Diesen Kredit gibt es von der Bank aber nicht", so Müller.

Der Vereinsvorsitzende ergänzt: "Die Stadt hat etliches Geld in unser Gebäude gesteckt, dafür sind wir sehr dankbar; wir hoffen auf weitere Hilfe." Nass und Müller loben den Platzwart als sehr engagiert. er kenne sich gut aus und ist mit der Technik vertraut. Um ihn zu behalten, hat der Verein ein Sonderkonto eingerichtet, für Firmen und Privatpersonen, die helfen wollen. Mehr Informationen unter www.suedstern-senzig.de im Internet.

 

Spendenkonto:

Empfänger: SG Südstern Senzig e.V.

IBAN: DE25 1605 0000 3671 0004 13

BIC: WELADED1PMB

Verwendungszweck: Stadion

11.03.2016 - Stadion als soziales Zentrum

SG Südstern initiiert Netzwerk, um das Leben in Senzig künfig für alle Generationen attraktiver zu gestalten

Die MAZ Dahmeland, veröffentlichte am 11. März 2016, nachfolgenden Artikel von Heidrun Voigt.

Die Mitglieder der SG Südstern Senzig wollen mehr Bewegung in das Leben ihres Ortes bringen. Damit meinen sie aber nicht nur den Breitensport, sondern auch das kulturelle und soziale Leben. "Senzig hat ein riesen Potenzial. Hier gibt es tolle engagierte Bürger und Vereine. Das ist eine große Chance", sagte der 2. Vereinsvorsitzende Jürgen Müller. Zusammen mit Vereinschef Manfred Nass, Ortsvorsteherin Renate Grätz und Unternehmer Alexander Quast stellte er kürzlich das von der SG Südstern initiierte "Netzwerk Senzig" vor. Anliegen der im vergangenen Juli angeschobenen Plattform ist es, Akteure zu vernetzen, gemeinsame Projekte zu entwickeln, Ressourcen besser zu bündeln.

Jürgen Müller, Manfred Nass, Alexander Quast und Renate Grätz (v.l.), Foto: Heidrun Voigt

 

"Mittlerweile zeigen mehr als 50 Privatpersonen, Vereine und Unternehmen interesse an unserem Netzwerk", freut sich Müller. Er verwies darauf, dass bereits konkrete Projekte realisiert wurden. Dazu gehört ein Veranstaltungskalender unter www.senzig.de, der auch in Geschäften aushängt und Ende März als Flyer in allen Briefkästen landen soll, sowie das Jugend-Fußball-Turnier im Januar. Beim Turnier arbeitete der Sportverein Hand in Hand mit dem Jugendclub. Vom Erlös des Carterings und mit Unterstützung von Firmen wurde ein neuer Billardtisch für den Jugendclub finanziert.

In Zusammenarbeit mit den zwei örtlichen Kitas, der Grundschule und deren Förderverein wird am 1. Juni im Stadion am Wiesengrund Kindertag gefeiert. In Kooperation mit der Schule soll demnächst auch eine Bürgerbefragung zu kulturellen und sportlichen Angebotswünschen im Ort gestartet werden. Viele weitere gemeinsame Vorhaben stehen auf der Projektliste: das traditionelle Pfingstfest, das Radrennen "Fette Reifen", das Sommerfest der Feuerwehr, eine Familienradwanderung, ein Adventsmarkt.

Das Stadion sei ein wichtiges soziales Zentrum für Senzig, waren sich die Anwesenden einig. Die Ortsvorsteherin ergänzte:"Wir haben kein Bürgerhaus mehr, das haben wir zugunsten der Kinder abgetreten. Das sind jetzt der Hort und zwei Schulklassen drin." Neben Sportveranstaltungen und Festen tagt im Wiesengrund auch die Feuerwehr und das Vereinshaus wird gern für private Zwecke gemietet.

Jürgen Müller unterstrich, dass Maßnahmen zur Fertigstellung und Werterhaltung des Gebäudes, den Verein viel Energie kosten. Zudem fließen für den Platzwart an 1. April keine Fördermittel mehr. Vereinmitglied Alexander Quast stellte fest: " Wir müssen der Stadtverwaltung klar machen, dass hier für alle die Tür offen steht und ein öffentliches Ansinnen vorliegt." So soll erreicht werden, dass mehr Unterstützung von der Stadtverwaltung kommt. Der nächste Netzwerktreff findet am  7. Juni im Vereinshaus im Stadion am Wiesengrund statt. Interessierte Bürger sind willkommen.

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www.senzig.de - Berichte zu der Seite aus und über Senzig

05.01.2018

In eigener Sache - senzig.de in 2017

In 2017 wurde, wie in den Vorjahren, der Senziger Veranstaltungskalender, mit seinen hunderten Terminen, sehr, sehr zeitnah geführt und aktualisiert.

Fahrplanwechsel bei Bus und Bahn wurden jeweils taggenau aktualisiert.

Der Blog wurde mit der Zusammenfassung von Themen übersichtlicher.

Aktualisiert und übersichtlicher gestaltet wurden auch die Übersichten zu wichtigen Telefonnummern und zu den Ferienunterkünften in Senzig.

Aus der heimatgeschichtlichen Forschung wurden zahlreiche neue Fakten be- und verarbeitet:

- ersten derzeit bekannte systematische Aufzeichnung zu "Namen Senziger Einwohner" (1691)

- "alte Karten" (1600, 1767/1787),

- "Alte Mühle" (1696),

- "Schmalspurbahn Körbiskrug - Senzig" (1886, 1887, 1891, um 1897),

- "Siedlungsbau" (1924,1928, 1929, 1933, 1935, 1944),

- "Familiengeschichte Ina D." in Fotos (1907, 1928, 1952).

Fakten zum Thema "Gaststätten in Senzig" konnten ergänzt und neu zusammengefügt werden (derzeit noch nicht eingearbeitet).

Und, nicht zuletzt kann mit Hilfe eines aufgefundenen Verzeichnisses, dass schrittweise, bis ca. 2019, übersetzt sein wird, einiges zur Entwicklung des Ortes von ca. 1930 bis 1953 nachvollzogen werden.

In 2017 und auch zuvor unterstützten mich Senziger Einwohner und weitere Personen bei der heimatgeschichtlichen Forschung und Gestaltung dieser Seite. Ihnen gilt mein ganz besonderer Dank.

15.10.2017

10 Jahre "www.senzig.de"

 

Die Seite senzig.de (vormals senzig-info.de) hat sich in 10 Jahren, zu einer beliebten ortsbezogenen Informationsplattform entwickelt.

Aktuell wird die Seite täglich durchschnittlich 125 mal besucht. An manchen Tagen von 30 an anderen von 800 Besuchern.

Mit hohem Aufwand gelang es interessierende Themen zu vermitteln. Historische und aktuelle kommunale Themen stehen im Mittelpunkt.

Die Ortgeschichte ist, auch unter Verwendung der zuvor von mehreren Ortschronisten zusammengetragenen Fakten, beschrieben und durch eigene heimatgeschichtliche Forschungen erweitert.

Der vor 2 Jahren, für und mit dem "Netzwerk für Senzig" aufgelegte Veranstaltungskalender zeigt u.a. das rege öffentliche, kulturelle und sportliche Leben in unserem Senzig und wirbt für dessen Nutzung.

Senzig.de wird auch in der Zukunft Ergebnisse der Forschungen zur Ortsgeschichte bringen.

So wird gegenwärtig an einem Projekt gearbeitet, welches die Besitznahme von Grundstücken in den Siedlungen sowie deren Aufschließung, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt. Die Aufbereitung der jetzt dazu aufgefundenen Dokumente wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, am Ende aber einen ganz besonderen Wert in der Erforschung der Ortsgeschichte haben.

Auch zur Geschichte der Bahn von Körbiskrug nach Senzig sind jetzt interessante Dokumente gefunden, welche nach der Aufbereitung öffentlich gemacht werden sollen.

Sicher hat der eine oder andere Besucher der Seite noch interessante Dokumente zur Ortsgeschichte im seinem Besitz. Es wäre ganz toll, wenn er diese, in seinem Besitz verbleibenden Dokumente, der Veröffentlichung zur Verfügung stellen könnte. Es würde diese Seite bereichen.

Freuen Sie sich auf die nächsten 10 Jahre der Seite senzig.de. Ich freue mich auf Ihre Besuche und auf unsere Entdeckungen.

Ihr Herbert Turley, Jägersteig 16, 15712 KW OT Senzig   

26.03.2017

Blog verändert

Der Blog wurde verändert. Eintragungen wurden Themen zugeordnet und dort in chronologischer Abfolge eingestellt. Alle Einträge zur Seebrücke Senzig wurden auf die Unterseite "Seebrücke Senzig" gelegt.

 

15.04.2016

Veränderung der Zeiträume bei Darstellung historischer Ereignisse

Eine Vielzahl neuer Bilder und Darstellungen, insbesondere seit dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert, erforderten, auch aus technischen Gründen, die Seiten zur Darstellung der historischen Ereignisse neu zu ordnen. Insofern habe ich mich entschlossen Zeiträume neu wie folgt zusammenzufassen:

1871 - 1918, Senzig von der Reichsgründung bis zum Ende des Ersten Weltkrieges - Kaiserzeit;

1918 - 1933, Senzig in der Weimarer Republik - Die goldenen Zwanziger;

1933 - 1945, Senzig in der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg;

1945 - 1990, Senzig in der Sowjetische Besatzungszone (SBZ) und in der Deutsche Demokratische Republik (DDR);

1990 - dato, Senzig in der Bundesrepublik Deutschland (BRD)

Zur Neuordnung der Zeiten vor 1871 besteht derzeit keine Veranlassung.

 

01.02.2016

Der Umzug der Seite ist geschafft

Die Seite www.senzig-info.de ist umgezogen. Die neue Adresse der Seite ist einfach

senzig.de

Die Seite ist aber trotzdem weiterhin erreichbar unter der vormaligen Adresse

www.senzig-info.de

 

28.01.2016

Viele neue Eintragungen im historischen Teil der Seite und im Namensregister

Im Ergebnis umfangreicher Recherchen konnten sehr viele neue Informationen und Namen, Senzig betreffend, in die historischen Übersichten eingearbeitet werden. Insbesondere zur 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (1862 - 1895) sowie zu den Jahren 1600, 1813 und 1933.

In das Register konnten auch über 140 neue namentliche Eintragungen vorgenommen werden.

 

13.12.2015

Seite "Kriegsopfer" ergänzt

Die Seite "Kriegsopfer" konnte infolge des Auffindens umfangreichen Datenmaterials, insbesondere hinsichtlich der Kriegsopfer des 1. Weltkrieges, überarbeitet und ergänzt werden. Einige festgestellte Daten widersprechen sich. Das ist dargestellt. Einige Kriegsopfer (9) sind als solche neu festgestellt und hier eingefügt.

 

23.11.2015

Titelseite verändert

Viele lesen Senzig-Info.de auf mobilen Geräten. Dem wurde jetzt die Titelseite angepasst.

 

06.11.2015

Senziger Veranstaltungskalender ist Online

Durch das Netzwerk Senzig initiiert, wurde ein Veranstaltungskalender erarbeitet, welcher im Grunde erstmalig zusammenfasst und breit öffentlich macht, wann und wo, unter wessen Zuständigkeit, welche Veranstaltung in Senzig stattfindet.

Der Veranstaltungskalender wird gleichzeitig auf weiteren "Senziger"-Seiten veröffentlicht. Noch fehlt der eine oder andere Termin, aber sichtbar ist bereits jetzt, "in Senzig ist echt was los".

Zu allen Veranstaltungen sind Gäste und vor allem Interessenten welche mitmachen wollen immer sehr, sehr gerne gesehen. Sei es bei der Feuerwehr, im Jugendclub, bei den Veranstaltungen der Volkssolidarität, in den unterschiedlichsten Sport- und Trainingsgruppen der SG Südstern, in der Lukas-Kirchengemeinde oder im Senziger Gospelchor.

Allen Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art gehen Menschen voran, überwiegend Senziger, die viel Freizeit dieser Tätigkeit und Ihrem Heimatort widmen. Ihnen dafür ein großes Danke!

zum Senziger Veranstaltungskalender ►

 

29.08.2015

Senziger Adressen aus dem Berliner Telefonbuch von 1941

Unter 1941 sind jetzt weitere Senziger Adressen zu finden, aus dem Berliner Telefonbuch von 1941.

 

28.08.2015

Neues aus der Senziger Geschichte

Die große Sommerpause ist vorüber. In der Senziger Chronik gibt es ein paar neue Eintragungen.

Unter 1929 sind aus einem Verzeichnis Senziger "Gewerbetreibenden" aufgeführt.

Interessantes ist auch, unter 1961 zu lesen.

 

05.05.2015

über 3.000 "Senziger" Namen im Register

Jetzt wurden noch 390 "Senziger" Namen in das Register eingefügt, von Einwohnern die 1989 / 1990 in der Siedlung Krüpelsee wohnten.

Insgesamt sind im Register damit über 3.000 Namen zu finden von Personen die in Senzig lebten und leben sowie von Personen die in anderer Weise in Bezug zu Senzig standen. Die ältesten Namen stammen aus dem Mittelalter.

In der Chronologie kann unter 1989 / 1990, über einen Link, auch eine Darstellung angesehen werden, welche Familien 1989 / 1990 in Senzig in welcher Straße wohnten.

 

27.04.2015

weitere 700 "Senziger" Namen auf senzig-info.de

Das Register der Seite www.senzig-info.de, ist um weitere 700 "Senziger" Namen angewachsen. Dabei handelt es sich um Einwohner die 1989 / 1990 in Senzig-Mitte lebten. Ganz sicher ist auch diese Zusammenstellung noch lückenhaft.

Im chronologischen Teil der Seite www.senzig-info.de, sind unter 1989 / 1990 weitere Senziger Familien in Bezug zu "ihrer" Straße gesetzt.

Für Senzig-Krüpelsee will ich solche historischen Übersichten als nächstes zusammenstellen.

 

29.03.2015

350 neue Namen im Register

Das Register der Seite www.senzig-info.de, ist um 350 "Senziger" Namen angewachsen. Dabei handelt es sich um 350 Einwohner die 1989 / 1990 in Senzig-Waldesruh lebten und damals bereits volljährig waren. Ganz sicher ist diese Zusammenstellung noch lückenhaft. Hinweise zu erforderlichen Ergänzungen / Berichtigungen nehme ich dankbar entgegen!

Im chronologischen Teil der Seite www.senzig-info.de, habe ich unter 1989 / 1990 bewusst auf die detailierte Zuordnung und Namensnennung der Einwohner von Senzig-Waldesruh verzichtet und nur ganz allgemein Familien in Bezug zu "ihrer" Straße gesetzt.

Jetzt will ich solche historischen Übersichten noch für Senzig-Mitte und für Senzig-Krüpelsee zusammenstellen.

 

25.02.2015

Uferschnellbahn um den Krüpelsee

Unter dem Jahr 1928 sind jetzt Teile einer Werbeschrift zum Grundstücksverkauf in der Siedlung Krüpelsee widergegeben. Interessant ist, dass damals vorgesehen war, rund um den Krüpelsee (und bestimmt auch um den Krimnicksee) eine Schnellstraßenbahn als "Uferschnellbahn" zu bauen.

 

09.02.2015

Telefonbuch von 1989

Unter Senzig im 20. Jahrhundert (nach 1945) ist jetzt unter 1989 aufgeführt, welcher Senziger / welche Senziger Einrichtung im damaligen Fernsprechbuch der Deutschen Post für den Bezirk Potsdam, als Teilnehmer aufgeführt war. Ganze 96 (!) "Teilnehmer" gab es dort.

 Wieviel Senziger "Teilnehmer" es heute gibt ist unbekannt. Vermutlich sind es um die 10.000 Telefonnummern, über die die jetzt Senziger kommunizieren.

 

15.01.2015

viele neue Namen

Die große Weihnachts- und Neujahrspause ist vorüber. Die Seite enthält jetzt viele neue Namen und diese sind auch in das Register eingearbeitet. Ungefähr 1.650 Namen von Senzigern und Personen, die in einem Bezug zu Senzig standen bzw. stehen, vom Mittelalter bis in die Gegenwart, enthält die Seite.

An verschiedenen Stellen der Seite sind darüber hinaus Ergänzungen oder Veränderungen vorgenommen.

 

09.12.2014

Schulze, Schmohl, Lehmann und viele andere

Gegenwärtig arbeite ich an einer Übersicht, welche die Senziger Einwohnerschaft vor ungefähr 80 Jahren, insbesondere in Senzig-Mitte, abbilden soll. Das sind die Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern der heute lebenden Generationen. Dazu habe ich die Namen und ein paar zusätzliche Angaben vieler "Haushaltsvorstände" zusammengetragen und will diese nun irgendwie übersichtlich erfassen und ordnen. Ganz einfach wird das nicht. Wie bringt man zum Beispiel fast 50 Schulze´s, von denen auch noch 6 auf den schönen Vornamen Wilhelm getauft waren, in die richtige Reihenfolge. Stark vertreten sind auch Schmohl, Lehmann, Krüger, Ribbecke und Walz. Und, vielleicht entdecke ich dabei für Senzig auch noch die eine oder andere Neuigkeit.

 

29.11.2014

Vereine und Firmen in Senzig

Die Zusammenstellung "Vereine und Firmen" in Senzig, ist jetzt fertiggestellt. Überrascht war ich, dass es statt der erwarteten ca. 100 Einträge jetzt ca. 300 sind. Sicher wird die Zusammenstellung noch eine ganze Reihe fehlerhafter, überholter Eintragungen aufweisen. Hinweise dazu werden gerne entgegengenommen.

Überraschend war für mich, dass ein nicht unerheblicher Teil der "Vereine und Firmen" kaum oder nicht in den neuen Medien präsent ist. Verlinkungen der örtlichen Firmen untereinander haben eher Seltenheitswert. In der Folge ist möglicherweise häufig der Google-Rang eher nicht nennenswert. Suchmachinenoptimierung, auch SEO (search engine optimization) genannt scheint nicht sehr ausgeprägt. Einfach mal in der Zusammenstellung unter "IT - Branche" schauen und mit einem Spezialisten vor Ort sprechen, der kann da bestimmt helfen.

 

16.11.2014

Stadtplan jetzt mit Straßenverzeichnis

Der Senziger "Stadtplan", wurde jetzt mit einem vollständigen Straßenverzeichnis ergänzt.

 

07.11.2014

Übersicht Vereine und Firmen in Test

Die Übersicht über Vereine und Firmen in Senzig ist jetzt so weit fertig, dass sie als Test eingestellt werden konnte. Sicher fehlen noch Firmen und Angaben, die im Weiteren zu ergänzen sind. Hinweise sind willkommen.

 

03.11.2014

Firmen und Vereine

Die Arbeiten an der Aufstellung einer Übersicht zu den Senziger Firmen und Vereinen wurde weitergeführt, ist aber noch nicht abgeschlossen. Das ganze ist ein wenig schwieriger als erwartet. Bisher ist die Arbeit für ca. 100 Firmen und Vereine abgeschlossen. Eine interessante Feststellung ist, dass nicht wenige Senziger Firmen das Internet noch nicht für sich entdeckt haben. Für ein paar Firmen scheint sogar die Telefonnummer das größte Betriebsgeheimnis zu sein ;-) .

 

21.10.2014

Weitere Info´s in Arbeit

Wie berichtet wurde die Übernahme von Info´s der vormaligen Seite abgeschlossen. Diese Info´s wurden aktualisiert und bereits teilweise ergänzt.

Vor wenigen Tagen wurde auf der Titelseite ein Informationssystem für die Senziger und für deren Gäste, zu Bus, S-Bahn und den Zügen des Reginalverkehrs installiert. Auch Informationen zu Störungen im ÖPNV und im Straßenverkehr wurden verlinkt.

Aktuell wird an einem Verzeichnis der in Senzig tätigen Vereine, Firmen, Gewerbetreibenden, Selbständigen und Freiberufler gearbeitet. Das soll dann als nächstes online gehen.

 

11.10.2014

Umzug erfolgreich

Heute wurde der Umzug der Daten und Texte von der vormaligen Version der Seite hierher abgeschlossen. Dabei wurden auch neue Informationen und Bilder eingearbeitet und so ziemlich alles neu aufgebaut. Jetzt sind sicher noch zahlreiche Korrekturen vorzunehmen. Und, es ist auch zu kontrollieren, ob auch auf mobilen Geräten eine akzeptabele Darstellung erfolgt. Wenn das geschafft ist, können weitere Dokument und Fotos für diese Seite angesehen und eingefügt werden. Wer Fehler entdeckt und/oder Hinweise hat, darf mir diese gerne mitteilen.

 

01.10.2014

weitere Seiten sind fertig

Bisher sind schon folgende Seiten bearbeitet und eingestellt: Willkommen in Senzig, Blog, Stadtplan, Telefonnummern, Termine und Veranstaltungen, Senzig vor 1460, Senzig im 15. / 16. Jahrhundert, Gemeindevorsteher und Kontakte. Teilweise fertig sind die Seiten zu Immobilien und zum Tourismus.

Insofern, einiges ist noch zu tun ;-)

 

25.09.2014

Interessantes aus und über Senzig gesucht

Für eine interessante Gestaltung der Seiten stehen mir zahlreiche Schriftstücke und Bilder zur Verfügung. Besonderen Anteil daran haben Herr Wolfgang Krüger, Herr Schaller, das Landeshauptarchiv in Potsdam und viele viele andere. Gerne würde ich noch mehr für und über Senzig berichten. Wer also Interessantes zur Verfügung stellen kann, darf das gerne tun. Ich will nur Kopien für diese Seite anfertigen und alles wird selbstverständlich zurückgegeben. Besonderer wenig ist zur Zeit noch über die Geschichte von Waldesruh bekannt. 

 

23.09.2014

Titelseite fertig

Heute wurde die Struktur der Titelseite entworfen und erste Inhalte sind eingefügt.

 

21.09.2014

www.senzig-info.de ist umgezogen

Die Seite www.senzig-info.de ist umgezogen, von 1&1 zu jimdo.

Damit verbindet sich die Hoffnung, dass die Seite jetzt noch interessanter gestaltet werden kann.

Die Seite hier neu aufzubauen, wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Neu ist zum Beispiel dieser Blog, der vielleicht auch ermöglichen kann, dass Aktuelles aus und über Senzig besser sichtbar wird. Kommentare sollen diese Seite bereichern.

 

11.10.2014

Zuschriften zur "Vorgängerseite" www.senzig-info.de

Zuschriften, die mich zur vorhergehenden Version der Seite erreichten, sind nachfolgend übernommen:

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21.11.2010
Betreff: Dankeschön
Hallo Herbert Turley,

habe erst vor kurzem Ihre Seite im Internet entdeckt und bin ganz begeistert über die vielen Infos, die Sie da zusammengetragen haben. Die Chronik dieses Örtchen ist ganz toll. Meine Verbindung zu Senzig besteht darin, dass ich dort geboren worden bin. Mein Vater ist in russische Gefangeschaft geraten, die Wohnung in Berlin (später West-Berlin) ist teilweise zerbombt worden und war nicht mehr bewohnbar. So ist meine Mutter nach Senzig gezogen, wo ihr Vater ein Häuschen in der Siedlung Krüpelsee, in der Waldstrasse hatte. Dort bin ich dann geboren worden und auch aufgewachsen. Eingeschult wurde ich in der Grundschule von Senzig im Jahr 1949, die Klassenlehrerin hieß Frau Dübelt. Der Schulweg wurde mit dem Fahrrad erledigt. 1952 kam mein Vater aus der Gefangenschaft wieder und wir sind 1952 in die

wieder hergestellte Wohnung nach Friedenau in Westberlin gezogen. Bis zum Jahr 1957 bin ich dann regelmäßig nach Senzig gefahren (S-Bahn bis Grünau, dann Dampfbahn bis KW und weiter mit dem Bus) um das Wochenende dort zu verbringen und mit meinen alten Freunden und Klassenkameraden zu spielen. Schneller ging's dann als die S-Bahn bis KW fuhr. War für mich immer eine schöne Zeit dort.

Eine Frage habe ich: Befindet sich in dem "Plan der Siedlung" vom Grundbesitzerverein Senzig eventuell mein Großvater? Er hieß Paul Heilmann und hatte sein Haus (erst ein Holzhaus, später ein Steinhaus) in der Waldstrasse 40. Diese Broschüre gab's doch mal bei ebay ­ hatte mitgeboten, sie ist dann wohl bei Ihnen gelandet.

Von Senzig besitze ich auch diverse Ansichtskarten, die ich auf Ihren Seiten nicht gesehen habe. Könnte sie digitalisieren Form und Ihnen zur Verfügung stellen. Mit weiteren Einzelheiten möchte ich Sie nicht langweilen, bedanke mich aber nochmals für Ihre Senzig-Seiten. Es würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
Mit besten Grüßen in meine alte Heimat

Detlef Schaller

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18.01.2012
Betreff: Rasemann
Sehr geehrte Damen und Herren,

darf ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Jürgen Rasemann, geboren in Finsterwalde. Ich bin auf der Suche nach der Vergangenheit meiner Familie. Ein Berliner Bekannter sandte mit einen Text von Fedor von Köppen, aus dem ich unten zitiere. Darin wird ein langer Kerl namens Rasemann erwähnt. Bei der Recherche bin ich unter anderem auf der Internetseite von Senzig gelandet. Dort taucht nämlich ein Gastwirt mit dem Namen Wilhelm Rasemann, der offensichtlich am Freibad Krüpelsee ein Restaurant betrieb. Vielleicht gibt´s da Zusammenhänge. Mein Nachname ist ja sehr selten. Wann hat dieser Wilhelm Rasemann gelebt? Wo kam er her? Wo ging er hin? Vielleicht nach Klettwitz, woher mein Großvater Otto Rasemann, geboren am 5. Dezember 1897, stammte. Leider gibt´s in Klettwitz keine Hinweise in die weitere Vergangenheit. Nun muss ich eben auf die Spuren der „alten Rasemänner“ machen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mit ein Stückchen weiterhelfen könnten.
Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.

Jürgen Rasemann

 

Die Texte:

Königs-Wusterhausen Von Fedor von Köppen, aus dem Jahre ????????????????????
„…..Vorliebe für „lange Kerle“, die nach und nach sich zu einer ihm völlig beherrschenden Leidenschaft entwickelte.

Als Friedrich Wilhelm (im Jahre 1709) den Feldzug in Flandern mitmachte, nahm er einen Theil dieser seiner Spielsoldaten mit ins Feld, und als er (1713) den Thron bestieg, wurden sämtliche Wusterhäuser dem ersten Bataillon des Leibregiments einverleibt, desselben Regiments, welches unter der Bezeichnung der „großen Potsdamer Garde“ bald europäische Berühmtheit erlangt. Die Tradition hat auch die Namen Einiger der ersten großen Wusterhäuser Jagdsoldaten aufbewahrt. Sie nennt vor Anderen den langen Strux und den langen Rasemann, deren Nachkommen noch heute in Gräbendorf bei Wusterhausen leben, unter den Stammvätern jener weltberühmten Potsdamer Riesengarde.
Unter König Friedrich Wilhelm dem Ersten änderte der Ort auch seinen Namen. Das alte Wendisch-Wusterhausen ward nun in Königs-Wusterhausen umgetauft und zugleich zum Hauptorte des Kirchenspiels erhoben ….“


Sehr geehrter Herr Rasemann,

danke für Ihr Interesse an meiner Seite. Leider kann ich weitergehende Informationen zu Wilhelm Rasemann nicht geben, da solche mir nicht zur Verfügung stehen.

Mit freundlichem Gruß

Herbert Turley

PS: Ein Zusammenhang zwischen einem "langen Kerl" Rasemann aus Gräbendorf und einem Rasemann aus Senzig ist durchaus möglich, da bei Orte benachbart sind, allerdings wegen einer fehlenden Straßenverbindung nur über einen großen Umweg erreichbar. Auf Waldwegen ist die Entfernung nur ca. 3 km. Auf dem Friedhof in Gräbendorf soll es auch noch einzelne Gräber "langer Kerls" geben, vielleicht auch eines Rasemann ?
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28.07.2012
Betreff: Website von Senzig
Hallo Herr Turley,

als Neubürger von Senzig, habe ich soeben Ihre Senzig-Info-Seite im Internet entdeckt. Über die Vielfalt der Informationen und die Gestaltung der Website bin ich begeistert. Insbesondere die Ortschronik finde ich "spitze". Wie ich gesehen habe, fotografieren Sie selbst; sollten Sie aber mal Unterstützung brauchen, melden Sie sich ruhig.

Mit freundlichen Grüßen

Vet.Rat. Rieger


Hallo Herr Rieger,

danke für Ihre anerkennenden Worte. Zugegeben, ein wenig Arbeit steckt da schon drin. Ich suche immer Fotos oder Veröffentlichungen zu Senzig aus jeglicher Zeit. Wenn Ihnen da mal etwas "über den Weg läuft" wäre ich für eine Information dankbar.
Mit freundlichem Gruß

Herbert Turley

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29.07.2012
Glückwunsch zu dieser gelungenen Internetseite
Hallo Herr Turley,

mit großer Freude und noch größerem Interesse habe ich Ihre überaus anspruchsvolle Heimat-Seite gelesen. Die Details der historischen Daten sind geradezu Überwältigend – vielen herzlichen Dank für Ihre mühevolle Recherche !!!! Hier steckt wirklich sehr viel Arbeit drin. Als vor 23 Jahren zugewanderte Senzigerin , weiß ich wie schwer es ist, an Informationen aus der Vergangenheit zu kommen. Die Geschichte des Ortes, alte Gebäude und derer frühere Bewohner machen schon sehr neugierig und man möchte gern mehr erfahren. Es gibt sicherlich noch so Einiges zu entdecken. Ein höherer Bekanntheitsgrad dieser Fleißarbeit könnte vielleicht dazu beitragen, so manche historischen Dokumente, welche irgendwo schlummern, aus zu graben und das Gesamtbild zu vervollständigen?! Auch ein Register über wichtige Personen des Ortes/ Leben und Werdegang wäre sehr Interessant für den Leser.

Mit freundlichen Grüßen

Irena Focke-Wolf


Hallo Frau Focke-Wolf,

danke für Ihr Interesse. Ja, es steckt schon ein wenig Arbeit in der Seite. Die Datenlage ist tatsächlich ein wenig spärlich. Aber ein paar interessante Sachen liegen hier noch zur Auswertung vor. Begrenzt wird das alles natürlich durch mein begrenztes Zeitvolumen und durch ein paar rechtliche Regelung. So musste ich eine interessante Sammlung von Zeitungsartikel und Filmbeiträgen auf der Seite canceln.
Mit freundlichem Gruß

Herbert Turley

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14.09.2012
Betreff: Danke
Danke für die sehr interessante Infoseite! Vor allem sind die Recherche und der Aufwand zu würdigen.
Die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen sollte die I-Seiten der Ortsteile mehr würdigen und unterstützen,vor allem auch die Redaktionen !! Weiter so !!

Dr.Pludra
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25.01.2012
Betreff: senzig-info
Sehr geehrter Herr Turley

Ich möchte Ihnen einen Link aus www.zeitstimmen.de zukommen lassen. Es sind Tagebucheinträge einer Senzigerin aus dem Jahr 1945, vielleicht haben Sie für die sehr informative Senzig-info Seite eine Verwendung.
Gruß Andreas Strüker


Hallo Herr Strücker,

Danke für Ihre Information.

Frau Hanneliese Henow ist mir persönlich bekannt (gewesen). Die Existenz eines Tagbuches war mir bekannt, ich hatte aber keine Kenntnis über dessen konkreten Verbleib. Der regionalgeschichtliche Nachlass der Frau Henow soll an den Heimatverein Königs Wusterhausen gegeben sein.
Gerne nehme ich die Aufzeichnungen auschnittsweise auf, sofern diese in direktem Bezug zu Senzig bzw. zur Region stehen und will diese in die Chronologie einfügen.
Mit freundlichem Gruß aus Senzig

Herbert Turley

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Die "Sache" Swen Ennulat

12.12.2017 -  Zum Beschluß der SVV KW "Aufklärung und Richtigstellung zur Strafanzeige wegen Verwahrbruchs"

In der Fortsetzung der Stadtverordnetenversammlung (SVV) vom 11.12.2017 am 12.12.2017, war u.a. zu der nachfolgenden Beschlussvorlage des Bürgermeisters abzustimmen.

Von 33 Stadtverordneten waren 24 anwesend, 13 stimmten für die Vorlage, 9 enthielten sich der Stimme und 2 waren befangen.

 

Die SVV Königs Wusterhausen beschloss Folgendes:

Die Aufklärung und Richtigstellung der Strafanzeige wegen Verwahrbruchs durch die Stadtverwaltung (Stadt) gegen Herrn Swen Ennullat soll in Form folgender Pressemitteilung erfolgen:

„Im Juli 2017 erstattete die Stadt, vertreten durch den Bürgermeister Herrn Dr. Franzke, Strafanzeige gegen den seit Oktober 2017 amtierenden Bürgermeister Herrn Swen Ennullat. Ihm wurde vorgeworfen, in seiner früheren Funktion als Fachbereichsleiter im Rathaus der Stadt Königs Wusterhausen Unterlagen zu einem Projekt aus seinem Fachbereich entwendet zu haben. Im Zusammenhang mit diesem Vorwurf erfolgte eine Durchsuchung des Wohngrundstückes der Familie Ennullat, wobei keine Bestandteile der betreffenden Unterlagen gefunden wurden.

Es hat sich herausgestellt, dass aufgrund der Ablage- und Organisationsstrukturen der Verwaltung nicht verifiziert werden konnte, ob überhaupt und welche Unterlagen konkret fehlen sollen und im Ergebnis dessen eine Strafanzeige gegen Herrn Ennullat nicht hätte gestellt werden dürfen.

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren im Oktober dieses Jahres mangels Tatverdacht eingestellt. Die möglicherweise weitere strafrechtliche und disziplinarrechtliche Würdigung der zu Unrecht gestellten Strafanzeige obliegt anderen Stellen, wie dem Gericht und der Disziplinarbehörde.

Zur Richtigstellung und Entlastung des jetzigen Bürgermeisters, Herrn Swen Ennullat in der Öffentlichkeit, der sich in diesem Amt im Namen der Stadt bei sich selbst entschuldigen müsste, übernimmt dies die SVV. Den Stadtverordneten ist daran gelegen, das Vertrauen und die Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung zu unterstützen.“

Begründung:

Mit Datum vom 11.07.2017 wurde durch die Stadt, vertreten durch den Bürgermeister, seinerzeit Herr Dr. Franzke, Strafanzeige wegen Verwahrbruchs u.a. gemäß §§ 133, 242, 243 Strafgesetzbuch (StGB) erstattet.

Mit dieser Anzeige wurde dem Beschuldigten Swen Ennullat vorgeworfen zum Ende seiner Tätigkeit zwei Ordner betreffend das Projekt „Kita am Kirchplatz“ an sich genommen und nach Ende seiner Tätigkeit bei der Stadt nicht zurückgegeben zu haben.

Aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses vom 01.09.2017 ist am 12.10.2017 die Durchsuchung des Wohngrundstückes des Beschuldigten erfolgt. Hierbei wurden keinerlei Bestandteile der gesuchten Unterlagen aufgefunden. Herr Ennullat bestreitet den Tatvorwurf. Ein Zeuge konnte lediglich angeben, dass der Beschuldigte ihm gegenüber im Jahre 2015 angegeben habe, dass er im Besitz der Unterlagen gewesen wäre. Ob diese vermeintliche Angabe des Beschuldigten seinerzeit richtig war, lässt sich dadurch aber nicht überprüfen. Letztlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Unterlagen durch einen anderen Mitarbeiter der Stadt entwendet worden oder auf andere Art und Weise abhanden gekommen sein können und das zu einem Zeitpunkt, an dem Herr Ennullat keinen Zugang mehr zum Rathaus hatte.

Darüber hinaus bleibt festzustellen, dass auch auf intensives Nachfragen im Rathaus im zuständigen Fachbereich III niemand konkret benennen kann, dass und vor allem welche Unterlagen überhaupt fehlen sollen. Selbst für den im betreffenden Projekt „Kita am Kirchplatz“ erstellten Prüfbericht des Rechnungsprüfungsamtes lagen alle zur Prüfung erforderlichen Unterlagen vor.

Vor diesem Hintergrund hat die Staatsanwaltschaft Cottbus das Verfahren gemäß § 170 Abs. 2 der Strafprozessordnung mangels Tatverdacht am 16.10.2017 eingestellt.

Unter Berücksichtigung der zuletzt genannten Tatsache, dass nicht dargestellt werden kann, welche Unterlagen überhaupt fehlen sollen, bleibt festzustellen, dass die Erstattung einer Strafanzeige in diesem Zusammenhang gegen Herrn Swen Ennullat übereilt und unbegründet erfolgte.

Eine entsprechende Richtigstellung und Aufklärung in der Öffentlichkeit zu seiner Entlastung und der Wiederherstellung seines Ansehens auch und vor allem in seiner jetzigen Funktion als Bürgermeister ist mehr als angemessen. Vor dem besonderen Hintergrund, dass er als Bürgermeister nun selbst die Stadt vertritt und er sich selbst in dieser Funktion bei sich selbst entschuldigen müsste, schlagen wir in dieser besonderen Konstellation die Beschlussfassung der SVV über die Form und den Inhalt der Richtigstellung vor. Eine Aufklärung in dieser Form soll auch das Vertrauen und die Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung unterstützen.

 

20.07.2016 - Ermittlungen gegen Franzke eingestellt

Mehrheitlich wiesen die  Stadtverordneten in der Stadtverordnetenversammlung am 19.07.2016, die durch den ehemaligen KWer Fachbereichsleiter Swen Ennullat, erhobene Dienstaufsichtsbeschwerde aufgrund beamtenrechtlicher Pflichtverletzung gegen den KWer Bürgermeister Lutz Franzke als unbegründet zurück.

Es wurde mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den KWer Bürgermeister Lutz Franzke, am 10. Juni 2016 eingestellt hat.

Der vortragende Fachbereichsleiter Zentrale Dienst, Werner Blume, merkte an, dass es wünschenswert gewesen wäre, wenn Herr Swen Ennullat nach der Einstellung des Verfahrens auch seine Dienstaufsichtsbeschwerde zurückgezogen hätte.

 

14.05.2016 - Ermittlungen gegen KW´er Rathausspitze

Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) - Dahme-Kurier, veröffentlichte am 14. Mai 2016 den nachfolgenden Artikel der Journalistin Franziska Mohr:

Ermittlungen gegen Rathausspitze

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat Ermittlungen gegen den Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) und seinen Vize Jörn Perlick (CDU) eingeleitet. Es besteht der Verdacht der Untreue in Bezug auf den Neubau der Awo-Kita am Kirchplatz. Franzkes Ex-Fachbereichsleiter Swen Ennullat hatte diesbezüglich Anzeige erstattet.

Nach dem Eklat um die Personalkosten für die vom Humanistischen Regionalverband betriebene Königs Wusterhausener Kita „Knirpsenstadt“ sitzen Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) und seinem Vize Jörn Perlick (CDU) nun erneut Kita-Kosten im Nacken. Diesmal ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus wegen Untreue bei der Vergabe des Kita-Neubaus der Awo am Kirchplatz. Das bestätigte am Freitag Pressesprecher Horst Nothbaum. Die Untersuchungen gehen auf eine schon im Februar 2015 gestellte Anzeige zurück, die der ehemalige Fachbereichsleiter für Familie, Bildung und Ordnung, Swen Ennullat (CDU), eigenen Angaben zufolge selbst auslöste. Zuvor hatte Franzke Ennullat noch während dessen zweijähriger Probezeit im September 2014 den Laufpass gegeben.

Franzke und Perlick wird vorgeworfen, dass sie für den Neubau der Awo-Kita an den Stadtverordneten vorbei erheblich mehr Geld genehmigt hätten als vom Stadtparlament bewilligt. Im Kern geht es darum, dass die Abgeordneten nach einer öffentlichen Ausschreibung 2012 entschieden, dass die Awo den Zuschlag für den Kita-Neubau erhält. Im Gegenzug sollte die Stadt für die 2,7 Millionen Euro teure Kita 30 Jahre lang eine Miete von 5,05 Euro pro Quadratmeter entrichten.

Tatsächlich aber vereinbarte die Rathausspitze 2013, dass die Awo konstant für drei Jahrzehnte eine Miete von 8,44 Euro erhält. Eine Steigerung von fast 70 Prozent, die der Geschäftsführer des Awo-Regionalverbandes Brandenburg Süd, Jens Lehmann, so erklärt: „Für eine Miete von 5,05 Euro kann heute keiner eine Kita bauen. In Absprache mit der Stadtverwaltung basierte dieser Mietzins auf dem damaligen Von-der-Leyen-Programm, wonach der Bau von Kita-Plätzen für unter Dreijährige mit 100 Prozent gefördert werden konnte.“ Da die Awo für die in der Ausschreibung geforderten anteiligen Krippenplätze aber nur knapp ein Viertel der beantragten Zuschüsse erhielt, musste die Miete Lehmann zufolge steigen. Außerdem erforderte die Gestaltungssatzung der Stadt ein Spitz- und kein Flachdach, wodurch Mehrkosten von einer halben Million Euro entstanden. Bei all diesen Verhandlungen war Ex-Fachbereichsleiter Ennullat direkt dabei, wie er gestern selbst bestätigte.

Im Rathaus zog es Bürgermeister Franzke am Freitag vor, zu schweigen. Er ließ nur seinen Stellvertreter Perlick erklären: „Wir äußern uns zu den Vorgängen nicht.“ Der Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Werner Blume, sagte lediglich: „Eine Beschlussvorlage zur geänderten Miethöhe hat es nicht gegeben.“ Für die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Linken, Ludwig Scheetz und Thorsten Kleis, ist dies auch nicht notwendig. Übereinstimmend heißt es: „Mietpreise sind das Geschäft der laufenden Verwaltung.“ Für Michael Reimann (Wir für KW) ist es hingegen „ein Grenzfall. Die Kooperation zwischen Awo und SPD liegt klar auf der Hand.“

Intern heißt es in Rathaus und Stadtparlament, dass dies die Vorboten des Wahlkampfes sind, bei dem sich der mögliche Bürgermeisterkandidat Ennullat als Whistleblower profilieren wolle. Er selbst will dazu keine Stellung nehmen. Stattdessen versichert er, Franzke und Perlick schon am 29. November 2013 darauf hingewiesen zu haben, dass der Vertragsabschluss unzulässig sei, weil er sich über den Beschluss der Stadtverordneten hinwegsetze. Er sieht darin den Verdacht der Untreue und fehlender Sorgfaltspflicht bestätigt.

Von Franziska Mohr

 

04.12.2015 - Mitteilung des Bürgermeisters

Auf die Frage der MAZ, Dahme-Kurier, 04.12.2015, Seite 20, "Wie ist der Rechtsstreit zur Entlassung Ihres ehemaligen Fachbereichsleiters für Soziales, Swen Ennullat, ausgegangen", antwortetet der Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke wie folgt: Das Landesarbeitsgericht hat entschieden, dass die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Herrn Ennullat seitens der Stadt Königs Wusterhausen rechtmäßig war. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Entschädigungen werden nicht gezahlt.

 

06.03.2015 - Die "Sache" Swen Ennulat

In der "Sache" des Wistleblowers Swen Ennullat habe ich eine Zusammenstellung gefunden. Es mag sich bitte jeder seine eigene  Meinung zu dieser "Sache" bilden.

Hier der Link zu der Zusammenstellung: http://www.anstageslicht.de/themen/vetternwirtschaft/whistleblower-swen-ennullat/whistleblower-chronologie-swen-ennullat/

 

06.10.2014 - Führungskraft der Stadtverwaltung vom Dienst freigestellt

Den Fachbereichsleiter für Familie, Bildung und Soziales der Stadt Königs Wusterhausen, Swen Ennulat (CDU), traf es wie einen Schock. Sein bisher auf 24 Monate befristeter Vertrag als Führungskraft auf Probe wird nicht verlängert. Er ist bereits freigestellt, sein Arbeitsverhältnis mit der Stadt endet zum 31. Dezember. "Darauf haben sich Herr Ennulat und ich im gegenseitigen Einvernehmen geeinigt", sagt Bürgermeister Lutz Franzke (SPD). Dieses "Einvernehmen" hat der 38-jährige Verwaltungswirt inzwischen aber widerrufen. Angeblich habe der Bürgermeister schon im Mai gewusst, dass er seinen Vertrag nicht verlängert. "Exakt zu diesem Zeitpunkt kamen die von mir aufgedeckten Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung überhöhter Personalkosten in der Kita "Knirpsenstadt" ans Licht, die vom Humanistischen Regional-verband Ostbrandenburg (HRO) betrieben wird", betont Swen Ennulat. Erst nach seinem massiven Drängen habe der Bürgermeister im Mai endlich eine Strafanzeige gestellt, nachdem die Abrechnungen im Rathaus jahrelang als "sachlich richtig" gezeichnet wurden. Ennulat ist überzeugt: "Ich habe die Kreise gestört und musste daher weg." Zumal der neue Geschäftsführer der Humanisten, David Driese, als Vize-Chef des Unterbezirks Dahme-Spreewald "als aufgehender Stern der SPD" gelte. Franzke selbst sei in diesem SPD-Unterbezirk als Beisitzer tätig. Der Bürgermeister weist diese Vorwürfe entschieden zurück: "Herr Ennulat hat die Erwartungen an eine Führungskraft in einer wachsenden Stadt wie Königs Wusterhausen nicht erfüllt." Jeder Zusammenhang mit den Humanisten sei frei aus der Luft gegriffen. Mehr wolle er dazu angesichts einer drohenden juristischen Auseinandersetzung nicht sagen. Ennulat war zuvor beim Staatsschutz im Landeskrimnalamt in Berlin tätig.             

(Artikel von Franziska Mohr in MAZ - Dahme-Kurier, 25.09.2014)

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Senziger Weihnachtsmarkt 2016

Einen ganz bezaubernden Weihnachtsmarkt organisierte das "Netzwerk für Senzig" am 3. Dezember 2016 auf der Senziger Dorfaue. Allen kleinen und großen Mitwirkenden kann man dafür einfach nur danken. Es war super!

Sogar das Wetter war passend bestellt ;-) . Na und die kalten Füße sind inzwischen sicher auch wieder aufgetaut.

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Wölfe im Senziger Wald


Am 3. November 2016,

veröffentlichte die Regionalausgabe der MAZ für Potsdam-Mittelmark, einen Artikel der Journalistin Marion von Imhoff, hier auszugsweise wiedergegeben, Parallelen zu den Schildern vom April 2015 im hiesigen Waldgebiet sind nicht übersehbar

 

Warnschild in Krahne

 

Jäger: Wölfe sind für Kinder gefährlich

 

 

Ein amtlich wirkendes Schild warnt in Krahne* (Potsdam-Mittelmark) vor Wölfen. (*Krahne liegt ca. 10 km südlich der Stadt Brandenburg (Havel) und ist ein Ortsteil der Stadt Kloster Lehnin). Kinder sollten beaufsichtigt und Hunde dort angeleint sein, heißt es darauf. Und: „Achtung! Wolf-Streifgebiet.“ Aufgehängt hat das Schild Jagdpächter Michael Ullerich. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark reagiert entsetzt.

 

Ein im Land Brandenburg bisher wohl noch nie gesehenes Schild sorgt in Krahne für Aufregung: „Achtung! Wolf-Streifgebiet“, heißt es darauf. Hunde sollten angeleint und Kinder beaufsichtigt werden. „Es ist doch natürlich gefährlich für Kinder, wenn dort eine Fähe mit Wolfswelpen läuft“, sagt Michael Ullerich, der das Schild anfertigen ließ und an der Mühlstückenbrücke am Krahnes Ortsrand aufgehängt hat. Auch weitere ließ er anbringen. Immerhin gebe es in seinem Jagdrevier Wölfe.„Das Kind denkt dann, das seien junge Hunde und will sie streicheln. Dann kommt das Muttertier und beißt das Kind oder tötet es“, sagt der Brandenburger, der seit 1978 Jäger und in Krahne Jagdpächter ist. Er wolle die Bevölkerung auf die Gefahr hinweisen. „Ein Wolf ist ein Raub- und kein Kuscheltier.“

 

Dem Landesjagdverband Brandenburg ist ein solcher fast amtlich anmutender Warnhinweis völlig unbekannt: „Ich kenne kein solches Schild“, sagt Pressesprecher Tino Erstling. „Aber am Inhalt ist nichts falsch.“ Man sollte nicht sagen, dass Kinder keiner Gefahr ausgesetzt seien durch Wölfe, so Erstling. Einem Waldkindergarten hätte sich ein Wolf interessiert genähert. „Ein Wolf macht die Beute, die er überwältigen kann. Und ein Wolf, der 40 Kilo wiegen kann, hat die Kraft, ein Kind zu überwältigen.“ Immerhin seien schon Kälber gerissen worden, die mehr als 100 Kilo gewogen hätten.

 

„Mir ist kein Angriff von Wölfen auf den Menschen bekannt“, sagt Jens-Uwe Schade, Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Potsdam. „Auch in den letzten Jahrzehnten nicht. Wir haben Konflikte mit dem Wolf, aber Alarmismus bringt uns nicht weiter.“ Es gelte konstruktive Vorschläge zu machen, wie man Schäfern und Weidetierhaltern helfen könne. Schade betont: „Kinder sind durch Wölf nicht in Gefahr. Der Wolf ist scheu, das heißt aber nicht, dass man nicht als Jäger mal einen Wolf am Hochsitz vorbeistreifen sieht.“

 

Zwischen 2007 und 2015 wurden landesweit jährlich durchschnittlich 50 bis 60 Schafe von Wölfen getötet. Bisher wurden 103 Fälle von Angriffen auf Kälber gemeldet. Nur bei jedem vierten Fall davon war es tatsächlich ein Wolf, der das Tier gerissen hat. Das sind die Zahlen des Landesumweltamtes. In diesem Jahr erbeuteten die Wölfe nach der ständig aktualisierten Statistik der Behörde 85 Schafe, zwölf Stück Damwild und 13 Rinder.

 

Der Landkreis indes reagiert entsetzt. „Das klingt ja nach Rotkäppchen“, sagt Andrea Metzler, Sprecherin der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark. „Das ist ja völliger Unsinn! Der Wolf ist viel zu scheu, um sich Menschen zu näheren.“ Ähnlich äußert sich auch Hans-Joachim Wersin-Sielaff, Sprecher des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums. „Solche Schilder kann man ignorieren. In Sachsen sind bisher mehrere davon aufgetaucht, im Land Brandenburg ist mir bisher kein solcher Fall bekannt.“ Es seien keine offiziellen Schilder. „Meist sind es irgendwelche Scharlatane, die Ängste schüren wollen. Damit ist niemandem geholfen. Ich finde sowas völlig unnötig. Es hilft niemandem“, sagt Wersin-Sielaff.

Seitens eines Mitarbeiters des Landesumweltamtes ist privat nach eigenen Angaben bereits Anzeige beim zuständigen Ordnungsamt der Gemeinde Kloster Lehnin eingegangen, dass das Schild eine Ordnungswidrigkeit sei. Berthold Satzky, Vize-Bürgermeister von Kloster Lehnin, sagt dazu: „Eine solche Anzeige ist mir nicht bekannt. Ich halte es für keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, wenn Eltern und Hundehalter durch das Schild auf das Vorhandensein von Wölfen hingewiesen werden.“

 

Karl-Heinz Hohmann stimmt dem zu: „Ich bin sehr dafür, die Bevölkerung über die Entwicklung der Wolfspopulation aufzuklären, sagt der Vorsitzende des Jagdverbandes Brandenburg, der auch Mitglied im Präsidium des Landesjagdverbandes ist. Hohmann bejagt Ullerichs Nachbarrevier in Reckahn. Auch er habe dort Wölfe gesehen, berichtet Hohmann der MAZ. Erst kürzlich hätten zwei bei der Jagdhütte in Meßdunk ohne Scheu Traktoren bei der Erntearbeit beobachtet. „Das ist ein abnormes Verhalten“, so Hohmann.

 

„Die Wolfsbefürworter sagen, das Tier sei keine Gefahr für den Menschen. Ich hoffe, dass kein Mensch und erst recht kein Kind zu Schaden kommt, aber man muss auch sagen, dass wir es hier mit dem größten wilden Raubtier in Deutschland zu tun haben.“ Die Wolfspopulation explodiere im Verhältnis eins zu sechs. „In ein, zwei Jahren haben wir einen Zustand, dass Politikern die Haare zu Berge stehen.“, sagt Hohmann. „Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Panik verbreiten, aber wir müssen auch sagen, dass wir diese Erfahrung, dass der Wolf Menschen angreift, nicht machen wollen.“ Erst dann aber würde die Gesellschaft wachgerüttelt.

 

Ein Wolf durchstreife ein Gelände von 60 Kilometern und nachts etwa auch Ortschaften. Wölfe bewegten sich vom Fläming bis zur Autobahn 2. „Die Autobahn sei die natürliche Grenze.“ Es sei richtig, auch Spaziergänger mit Hunden zu warnen. Hunde seien schon von Wölfen angefallen worden.

 

Krahnes Ortsvorsteher Reinhard Siegel weiß, dass das Schild für Gesprächsstoff in dem 522-Einwohner-Dorf sorgt. Er selbst sieht es gelassen: „Das Schild ist okay.“ Es sei ja lediglich ein Hinweis: „Man sagt eigentlich nicht, dass Wölfe gefährlich seien für Menschen. Aber auf die Tiere hinzuweisen, ist nicht verkehrt.“

 

Thomas Vogt, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Thomas Müntzer in Krahne, ist wenig erfreut über die Nachricht, dass jetzt auch nahe seines Betriebsgeländes Wölfe gesichtet worden sind. „Ich kann nur unterstützen, dass es ein solches Schild jetzt gibt. Kinder können natürlich nicht angeleint, aber beaufsichtigt werden. Es ist generell eine schwierige Sache mit dem Thema Wolf. Aber es ist doch klar, dass Kinder in Gefahr sind, sollte ihnen ein Wolf begegnen. Man weiß doch nie, wie das Tier reagiert.“ Vogt stimmt mit Ullerich überein, „dass Hunde dort jetzt anzuleinen und Kinder unter Beobachtung zu stellen sind.“ Er selbst fürchtet jetzt um die Kälber. „Wir haben trächtige Muttertiere."


13. Juli 2015

Anfrage vom 01. Juni 2015 durch Stadtverwaltung beantwortet

In der Bürgerfragestunde der Ortsbeiratsitzung Senzig, habe ich am 01. Juni 2015 angefragt:

"Planen Sie oder plant der Ortsbeirat, mit Bezug auf das festgestellte Wolfsvorkommen in dem Waldgebiet zwischen Senzig, Zeesen, Gräbendorf und Gussow, öffentlich aufklärend tätig zu werden. Oder, haben Sie Kenntnis wer eine zeitnahe Aufklärung der Bevölkerung, mit PRO und CONTRA, leisten wird." 

Die Anfrage war mit dem Hinweis verbunden, dass möglicherweise der Ortsbeirat diese Arbeit nicht leisten kann und hier gegebenenfalls die Stadtverwaltung tätig werden müsste. Der für den Bürgermeister der Stadt anwesende Vertreter, sagte eine Prüfung und Antwort zu.  

 

Stellungnahme der Stadtverwaltung

Am 13. Juli 2015 erreichte mich zu der Anfrage eine Stellungname der Stadtverwaltung, unterzeichnet vom zuständigen Fachbereichsleiter und vom Sachgebietsleiter per 15.06.2015, mit folgenden Inhalt:

"Die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen hat seit dem 8. Februar 2013 Informaltionen und Links zum Thema "Wölfe" eingestellt (siehe a-Z, unter W), da die Neuansiedlung der Wölfe im Land Brandenburg nur eine Frage der Zeit sein wird.

"Der Wolf unterliegt in Deutschland dem Naturschutzrecht und darf nicht gejagt werden. Doch ist seine Zukunft maßgeblich von der Akzeptanz der Bevölkerung bestimmt. Denn eine Rückkehr ist nicht frei von Konflikten."

Ansonsten verweise ich auf die E-Mail vom 09.06.2015 von Herrn Beiersdorf, dem zuständigen Jagdpächter, zu diesem Thema. (redaktioneller Hinweis: hier auf www.senzig.de veröffentlicht unter "Wölfe im Senziger Wald - 12. Juni 2015")

Unabhängig davon haben wir den Leiterinnen der Kindertagesstätten empfohlen, das Thema Wildtiere (Wildschweine, Füchse und Wölfe) in die pädagogischen Konzepte mit aufzunehmen und den Kindern das jeweilige artgerechte Verhalten dieser Wildtiere zu erläutern um somit eigene Verhaltensregeln spielerisch zu "erarbeiten"."


Einem Hinweis, dass die Hinweisschilder auf Wölfe, auf Weisung "von oben" entfernt werden mussten, bin ich am 25. Juni 2015 nachgegangen. Ob es tatsächlich eine solche Weisung gab, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen, kann ich derzeit nicht bestätigen. Fakt ist, die Hinweisschilder sind weg.

Hinweise auf Wolfsvorkommen im Senziger Wald gibt es aber trotzdem.


Am 26. April 2015, im Wald bei Senzig und zwei Monate später, am 25. Juni 2015

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Stadtführung mal anders - mit dem Rad durch KW

Am 7. August 2016, besuchte der "Bürgerverein Königs Wusterhausen" unter diesem Motto, interessante Orte in Königs Wusterhausen sowie in Zeesen und Senzig. An der Senziger Dorfaue begrüsste Herr Turley die ca. 30 Teilnehmer. Eine kleine Ausstellung mit Bildern und Texten ergänzt durch seinen Vortrag, vermittelte den Teilnehmern historisches und aktuelles zum alten Senziger Dorfkern.

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