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Seebrücke Senzig


Zur Geschichte der Senziger Seebrücke


Die Seebrücke ist Bestandteil des ehemaligen Kalksandsteinwerkes Senzig.
Die Geschichte des Kalksandsteinwerkes Senzig ist mit der Geschichte des Kalksandsteinwerkes in Niederlehme eng verbunden.

Die Kalksandsteinwerke entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie gehörten dem Berliner Baumeister und Unternehmer Robert Guthmann. Die ersten Kalksandsteine wurden 1901 in Niederlehme hergestellt. In Senzig begann die Produktion um 1906.
Das Kalksandsteinwerk Senzig besaß eine imposante hölzerne Verladebrücke mit Sandschurre und lag günstig am Krüpelsee und damit an der schiffbaren Dahme.

Ansicht des Senziger Kalksandsteinwerkes mit Sandberg und Schurre, 1928 (Sammlung Schwabe)

 

Ausgedehnte Sandvorkommen gab es Ausgangs Senzig (die Siedlung am Krüpelsee entstand erst ca. 20 Jahre später). Kalkstein, zum Beispiel aus Sperenberg und Rüdersdorf, wurde im Schachtofen in Niederlehme gebrannt und kam von dort als Branntkalk per Schiff nach Senzig. Umschlagplatz war die Verladebrücke.

Die ehemalige hölzerne Verladebrücke, 1958/59 durch eine ca. 1,5 m höher aus dem Wasser ragende Betonkonstruktion ersetzt, ist die heutige Seebrücke.

In den 50´er Jahren lag in Senzig der tägliche Ausstoß bei 150.000 Steinen.
Hauptabsatzmarkt der Kalksandsteine war Berlin (Ost- und West). Die Steine wurden hauptsächlich per Lastkahn, gezogen von Schleppdampfern, auf dem Dahme-Spree-Wasserweg transportiert.

Bis 1950 wurden Steine und Bausand noch über die Schurre, rechts von der Brücke gelegen, auf die Kähne verladen.

Zu DDR-Zeiten gehörte das KSW Senzig zur Bauunion Ost mit der Bezeichnung „VEB KSW Senzig“.
Später war geplant, hier ein Gasbetonwerk (Schaumsilikatwerk) zu errichten, was aber nicht realisiert wurde. Eine große Halle war dafür bereits errichtet.

1963 kam es zur Einstellung der Produktion. Um 1965 wurde das Werk abgerissen. Bis 1963 wurden täglich noch 94.000 Steine produziert, eine Jahresproduktion von ca. 24 Millionen Steinen.
Auf dem wasserseitigen Teil des Betriebsgeländes wurde nachfolgend ein Schulungs-und Erholungszentrum des Rates des Kreises Königs Wusterhausen errichtet.
Auf dem benachbarten Grundstück etablierte sich ein Wassersportverein.
Nach 1990 befand sich auf einem Teil des Areals, in dem aufstehenden Gebäude, vorübergehend die Gaststätte „Big Blue“.

Im Jahr 2000 wurde die rekonstruierte Seebrücke, mit dem Sanitärgebäude auf dem davorliegenden Gelände, übergeben und nur kurze Zeit bewirtschaftet.
Nachfolgend gelang es dem damaligen Pächter nicht, das Areal zu bewirtschaften und zu entwickeln.
Von 2008 bis 2014 bewirtschaftet und entwickelte als Pächter bzw. Verwalter Herr Wenzel die Seebrücke. Bewundernswert war sein Einsatz bei der Pflege des städtischen Areals an der Seebrücke. An manchen Tagen verbrachten mehrere Hundert Gäste aus der Region und internationale Gäste schöne und erlebnisreiche Stunden an und auf der Seebrücke.
Konzeptionslosigkeit der Kommunalverwaltungen rief in der Vergangenheit und Gegenwart auch Spekulanten und Menschen mit teilweise illusorischen Vorstellungen auf den Plan. Die Gefahr, dass diese einmalige Rarität unserer Binnengewässer, Deutschlands größte Seebrücke in einem Binnensee, der umfassenden öffentlichen Nutzung entzogen werden könnte ist nach wie vor aktuell. Ab dem 1. Oktober 2014 ist das Areal pächter- bzw. betreiberlos. Die zugesagt öffentliche Zuwegung und Nutzungsmöglichkeit des Areal ist durch die Stadtverwaltung bisher nicht hergestellt.

 

Der Bürgermeister von Königs Wusterhausen hat im November 2014 angekündigt, dass das Areal an der Seebrücke neu ausgeschrieben werden soll.


Artikel / Veröffentlichungen / Kommentare zur Vergabe des Areals an der Seebrücke Senzig


28.01.2015 - Bebauungsplan Seebrücke Senzig in Kraft

Es ist geschafft !

Nach 6 1/2 Jahren beharrlichem Ringens ist der "Bebauungsplan der Innenentwicklung 03/08 "Seebrücke Senzig" im Ortsteil Senzig der Stadt Königs Wusterhausen", so die amtliche Bezeichnung, am 28. Januar 2015 in Kraft getreten.

Einen überragenden Anteil an der Erreichnung dieses Zieles, hat zweifellos die Bürgerinitiative Seebrücke Senzig, BISS. Danke!

Mit dem B-Plan ist aktuell gesichert, dass das Areal an der Seebrücke allen Einwohnern  Senzigs und Königs Wusterhausens  sowie unseren Gästen zur Verfügung steht und eine Wohnbebauung ausgeschlossen ist. Das Areal an der Seebrücke kann jetzt für Touristen und Einheimische entwickelt werden. 

Ein nächster praktischer Schritt wird sein, dass die auf das Areal führende Straße öffentlich gewidmet wird und sodann der Zugang zum Ufer am Krüpelsee jederzeit für alle zugänglich ist.

Die schön gelegene Liegewiese am Krüpelsee kann jetzt durch die Stadt aufgeräumt, abgegrenzt und dann hoffentlich zum Saisonbeginn durch Einwohner und Gäste in Nutzung genommen werden.

Und, die Stadt kann (und wird das hoffentlich auch zeitnah tun) die dafür vorgesehenen Areale und die Seebrücke zur Bewirtschaftung / Verpachtung neu ausschreiben.  

Insofern, wir treffen uns dann demnächst wieder im Biergarten auf Deutschlands größter  Seebrücke in einem Binnensee, auf der Seebrücke Senzig im Krüpelsee ;-)


02.03.2015 - Aktuelles zum Areal an der Seebrücke Senzig

Die Stadt Königs Wusterhausen hat jetzt das Ihr gehörende Areal an der Seebrücke Senzig, zum Verkauf oder zur Erbpacht ausgeschrieb

Hier geht es zur Ausschreibung (nicht mehr veröffentlicht)

Hier geht es zum Exposé (nicht mehr veröffentlicht)

Mir ist erinnerlich, dass der Königs Wusterhausener Bürgermeister noch vor Kurzem erklärt hatte, mit Ihm würde es keinen Verkauf des städtischen Areals an der Seebrücke geben!

Und, der Eigentümer der das Grundstück rechts neben dem städtischen Areal an der Seebrücke erworben hatte, bot dieses kürzlich zum Verkauf an, in Form von 5 Baugrundstücken.


10.03.2015 - Vierter Anlauf für Verkauf der Seebrücke Senzig

(Artikel von Franziska Mohr, im Original erschienen am 10. März 2015, in der Märkischen Allgemeinen Zeitung - MAZ, Dahme-Kurier)

 

In einem bekannten Sprichwort heißt es: Alle guten Dinge sind drei. Für den seit mehr als zehn Jahren tobenden Streit um die Seebrücke in Senzig hat sich dieses nicht bewahrheitet. Das städtische Grundstück, das viele Senziger aufgrund seiner Lage direkt am Krüpelsee als Filetstück betrachten, dreht innerhalb der öffentlichen Ausschreibungen nun schon die vierte Runde. Alle vorherigen Versuche, für das noch verbleibende Areal einen Interessenten zu finden, schlugen fehl. Ob es diesmal glückt, bleibt abzuwarten. Nicht wenige Senziger sind angesichts eines Verkehrswertes von 780.000 Euro skeptisch.

Für Ärger sorgt allein schon die Tatsache, dass die Stadt das 8.507 Quadratmeter große städtische Areal in der Chausseestraße 120/121 direkt zum Verkauf beziehungsweise auf der Basis einer Erbpachtregelung anbietet. „Das ist eine Ausschreibung nach Gutsherrenart“, empörte sich der Senziger Horst Behrendt in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments. In Gesprächen mit der Rathausspitze sei der „Bürgerinitiative Seebrücke“ stets versichert worden, dass eine Veräußerung des Grundstücks nicht in Frage käme. Es sei höchstens von Erbpacht die Rede gewesen. „Warum erfolgt die Ausschreibung nicht mit der Zielstellung einer Verpachtung?“, wollte ein anderer Senziger in der Bürgerfragestunde wissen. Ummut äußerte der Senziger Siegfried Brückner auch darüber, dass der Königs-Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) kürzlich beim ersten Tourismustag der Region Dahme-Seenland in Wildau durch Abwesenheit geglänzt habe. Franzke begründete dies mit anderen wichtigen Terminen.

„Erbpacht oder Verkauf – beides ist eine Veräußerung. Etwas anderes hat die Verwaltung nie gesagt“, argumentierte Vize-Bürgermeister Jörn Perlick (CDU). Eine Verpachtung sei nicht Erwägung gezogen worden, weil sie den finanziellen Spielraum von Investoren erheblich einschränken würde. Bei Gewerbeimmobilien seien Erbpachtregelungen mit der hier angebotenen Laufzeit von 40 Jahren durchaus üblich. Interessenten könnten sich noch bis 30. April an der Ausschreibung beteiligen.

Die Fläche ist mit einem Gastronomie- und einem Sanitärgebäude bebaut. Angestrebt wird eine touristische Nutzung „mit land- und wasserseitigen Freizeitangeboten“ sowie möglichen Ferienhäusern mit einer Größe von maximal 75 Quadratmetern. Baurechtlich ist auch der Betrieb einer Gaststätte mit Pension gestattet. „Ein besonderes Ziel ist es“, heißt es in der Ausschreibung, „ein ganzjähriges Angebot zu offerieren und eine Vielzahl saisonverlängernder Angebote anzubieten.“

Das Gesamtareal Seebrücke gehört zwei Eigentümern. Davon entfallen zwei Drittel auf die Stadt sowie ein gutes Drittel auf die Berlin-Brandenburger Flächenentwicklungs-GmbH (BBF). Letztere erwarb das Grundstück im Juli 2010 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, einer Treuhand-Nachfolgerin. Das Unternehmen BBF will auf seinem Areal mehrgeschossige Wohnbauten errichten. Der dafür notwendige Bebauungsplan wurde im Mai 2014 gegen den Protest von etwa 200 Senzigern im Stadtparlament mit 21 Ja- und sieben Nein-Stimmen beschlossen. Kritiker charakterisierten den B-Plan damals als „Pfahl im Fleisch der dort geplanten Freizeit-Nutzung.“


27.04.2015 - Flurstücks-Neuordnungen auf dem Areal an der Seebrücke Senzig

Kurz vor dem Ende der Ausschreibung zum Areal an der Seebrücke, hat die Stadt Königs Wusterhausen auf dem ihr (noch) gehörenden Teil umfänglich Vermessungen bzw. Flurstücks-Neuordnungen durchführen lassen. Warum und für wen diese Änderungen jetzt aus dem Haushalt der Stadt finanziert wurden, ist derzeit völlig unklar. Veränderte Zuschnitte von Flurstücken werden insbesondere in Ufernähe vorgefunden.

28.04.2015

Die Veränderung hat zur Folge, dass die Flurstücksbezeichnungen der Ausschreibung von den jetzt tatsächlich vorgefundenen in Bezeichnung und Größe abweichen. Es besteht insofern keine Konformität mehr. Ob dem Bedeutung zukommt kann nicht eingeschätzt werden.

Es konnte festgestellt werden, dass die Neuordnung der Flurstücke im ufernahen Bereich einzig die Festlegungen des B-Planes aufnimmt und insofern diesbezüglich sinnvoll erscheint.

Die Abtrennung bzw. Bildung des Flurstückes 1176 nimmt die tatsächliche Lage der Zufahrt zum Flurstück 1167 (alt 20/2) auf und ermöglicht so eine bessere Zufahrt auf das Flurstück 1167.

vormalige Flurstücksgliederung

neue Flurstücksgliederung


30.04.2015, 12.00 Uhr - Ausschreibung des Areals an der Seebrücke Senzig beendet

Die Senziger und alle Interessierten dürfen jetzt mit Spannung auf die Information warten, wem und in welcher Art (Verkauf oder Erbpacht) die Stadt Königs Wusterhausen den Zuschlag für das Areal an der Seebrücke gibt.


11.05.2015 - Drei Bewerber für das Areal an der Seebrücke Senzig

Die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen teilte am 11. Mai 2015 in der SVV mit, dass sich drei Bewerber an der Ausschreibung des Areals an der Seebrücke Senzig beteiligten. Am 30. April 2015 erfolgte die Submission. Die Stadtverwaltung beabsichtigt jetzt, den Stadtverordneten einen Vorschlag zur Vergabe - Verkauf oder Erbpacht - zu unterbreiten. In der SVV am 13. Juli 2015 könnte dann, in nicht öffentlicher Sitzung, ein Beschluss der Stadtverordneten zur Vergabe - Verkauf oder Erbpacht - erfolgen.

Die unglückliche Terminierung des gesamten Verfahren führt leider dazu, dass die Saison 2015 an der Seebrücke Senzig ausfällt.


Neues zum Vergabeverfahren Seebrücke Senzig

Durch Indiskretionen sind einem Teil der Senziger, die Namen der drei Bewerber um das Areal an der Seebrücke bekannt geworden.

Mit Spannung wird jetzt erwartet, wie die Fraktionen und die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, auf die Vorlage der Stadtverwaltung zur Vergabe des Areals an der Seebrücke, reagieren. Insbesondere, ob sie mit der Vergabe an einen der drei Bewerber, kursierenden Gerüchten, um dessen erneute Bevorzugung aus welchen Gründen auch immer, Vorschub leisten wollen.  

30.05.2015 - 1. Juni 2015, 18.00 Uhr, Ortsbeiratsitzung in der KITA

Die Tagesordnung können Sie über den Link lesen - (dort bitte Juni auswählen und Ortsbeiratsitzung Senzig klicken).

Bemerkens- und bedenkenswert ist, dass sich kein Tagesordnungspunkt der Ortsbeiratsitzung erkennbar mit dem Thema Seebrücke beschäftigten wird.

Die Stadtverwaltung hat doch nicht etwa vor, den Stadtverordneten am 13. Juli 2015, einen Vergabevorschlag zum Areal an der Seebrücke in Senzig zu unterbreiten, ohne vorher den Ortsbeirat informiert und angehört zu haben?

04. Juni 2015 - Ortsbeirat in das Vergabeverfahren einbezogen

Nach positiver Entscheidung eines Antrages des Senziger Ortsbeirates vom 01. Juni 2015, erhält die Ortsvorsteherin Frau Grätz die Möglichkeit, im zulässigen Rahmen, am Verfahren zur Vergabe des Areals an der Seebrücke teilzunehmen.


10. Juni 2015 - Interview der Senziger Ortsvorsteherin mit dem Dahme-Kurier

Die Senziger Ortsvorsteherin Renate Grätz, hat der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) – Dahme Kurier, ein Interview gegeben. Das Interview wurde von der MAZ-Journalistin Franziska Mohr aufgezeichnet und am 10. Juni 2015 veröffentlicht.

Zur Seebrücke Senzig wird darin ausgeführt: Im Ergebnis der Ausschreibung sind 3 Angebote eingegangen. Diese werden bis zum 12. Juni 2015 durch die Stadtverwaltung geprüft. Frau Grätz geht davon aus, dass sie anschließend durch die Stadtverwaltung über die Pläne des künftigen Investors informiert wird. Der rechtskräftige Bebauungsplan schreibt eine touristische Nutzung vor.


12. Juni 2015 - Abschluß des Vergabeverfahrens Seebrücke Senzig durch die Stadtverwaltung

Durch die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen, ist das Vergabeverfahren zum Areal an der Seebrücke Senzig abgeschlossen. Jetzt wird die Verwaltung ihre Stellungnahme in Ausschüsse der SVV und am 13. Juli 2015 zur Entscheidung in die SVV geben. Grundstücksangelegenheiten werden immer "nicht öffentlich" behandelt.

Nach dem 13. Juli 2015 wird die Öffentlichkeit Kenntnis über die Vergabe erhalten.


13. Juli 2015 - Beschluß zur Vergabe des Areals an der Seebrücke

Die Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen fasst einen nicht öffentlichen Beschluß zur Vergabe des Areals an der Seebrücke Senzig.


18. Juli 2015 - Bericht der MAZ - Dahme-Kurier - Seebrücke: Der Zuschlag ist erteilt

Für das seit mehr als zehn Jahren umstrittene Projekt der Seebrücke in Senzig hat die Stadt Königs Wusterhausen jetzt den Zuschlag an einem Berliner Investor erteilt. Darüber informierte Vize-Bürgermeister Jörn Perlick (CDU) auf Anfrage.

Bereits zum dritten Mal hatte die Kommune den Verkauf beziehungsweise die Erbpacht des rund 8.500 Quadratmeter großen Areals im Frühjahr diesen Jahres öffentlich ausgeschrieben. Drei Angebote gingen im Rathaus ein. Der Investor legte der Stadtverwaltung jetzt ein Projekt vor, das gemäß des von den Abgeordneten beschlossenen Bebauungsplanes die Errichtung von schwimmenden Ferienhäusern und Kajakstellplätzen vorsieht. Zudem sollen die einst mit Fördergeldern erbaute Seebrücke und das dortige Sanitärgebäude auch künftig öffentlich zugänglich bleiben. Das Unternemen erwägt Perlick zufolge auch den Aufbau einer gastronomischen Einrichtung. Das alles steht nach Angaben des Vize-Bürgermeisters aber unter dem Vorbehalt einer Machbarkeitsstudie, die der Investor jetzt in Auftrag gegeben hat. Darin sollen Experten prüfen, ob sich dieses Projekt dauerhaft betriebswirtschaftlich rechnen kann. Bis wann diese Studie vorliegt, ist gegenwärtig offen. Die Stadtverwaltung will daher im Einvernehmen mit dem Investor sowie der Senziger Ortsvorsteherin den Namen des Unternehmens erst bekanntgeben, wenn die Ergebnisse der Studie vorliegen. mo


18. Juli 2015 (Zuschlag), 18. September 2015 (2 Monate), 18. November 2015 (4 Monate), 18. Januar 2016 (6 Monate), 18. März 2016 (8 Monate), 18. Mai 2016 (10 Monate), 18. Juli 2016 (1 Jahr), 18. September 2016 (1 Jahr und 2 Monate), 18. November 2016 (1 Jahr und 4 Monate), 18. Januar 2017 (1 1/2 Jahre), 18. März 2017 (1 Jahr und 9 Monate)

Still ruht der See, nur ein paar kleine Wellen plätschern vor sich hin! Ist das Absicht oder ist Unvermögen?


10. April 2016 - Hausboot Charter Gesellschaft "BunBo" etabliert sich in Zernsdorf, gegenüber der Senziger Seebrücke

Seit vielen Jahren wartet das Areal an der Senziger Seebrücke darauf erweckt und entwickelt zu werden.

Eine Entwicklung scheint jetzt einem Investor gemeinsam mit der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen gelungen, allerdings auf der gegenüberliegenden Seeseite und möglicherweise zum Nachteil einer Entwicklung des Areals an der Senziger Seebrücke.

In Zernsdorf wurde eine große gewerbliche Steganlage, mit über 15 anliegenden gewerblich genutzten Hausbooten dort errichtet wo, einst eine Marina entstehen sollte.

Seit fast einem Jahr schweigt die Senziger Ortsvorsteherin gemeinsam mit der Stadtverwaltung, angeblich gemäß einer Vereinbarung mit dem Investor (???), zu den beabsichtigten Vorhaben auf dem Areal an der Senziger Seebrücke. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit die Öffentlichkeit zu informieren.


6. Juni 2016 - Mitteilung zu Vorhaben an der Seebrücke macht sprachlos!

Jetzt ist es heraus!

Vor über 10 Monaten schloss die Stadt KW mit der Firma "Floatinghouses" eine Vereinbarung zur Entwicklung des Areals an der Senziger Seebrücke.

Von Beginn an stellte diese Vereinbarung, möglicherweise abweichend von der Ausschreibung,  darauf ab, dass der in jahrelangem zähen Ringen erarbeitete und durch die Stadtverordneten beschlossene B-Plan zum Areal an der Seebrücke nicht verwirklicht werden soll.

Zu keinem Zeitpunkt war und ist die Errichtung schwimmender Häuser vor dem Areal an der Seebrücke Bestandteil des B-Planes.

Der rechtskräftige B-Plan sah und sieht an keiner Stelle irgendwelche Infrastruktur (z.B. Leitungen, Zugang, Feuerwehr, Entsorgung, Parkplätze) für schwimmende Häuser vor dem Areal an der Seebrücke vor.

Zu keinem Zeitpunkt wurde, nach meiner Kenntnis, im Ortsbeirat oder in der SVV irgend etwas zu einem neuen oder ergänzenden B-Plan, die schwimmenden Häuser betreffend, beraten oder sogar beschlossen, wurden die Bürger nicht beteiligt.

Was soll das? Wer erklärt das? Wer lässt das zu?

Fragen auf die es aktuell keine Antworten gibt.


29. August 2016 - Ortsvorsteherin erklärt Verzögerungen

In der Ortsbeiratsitzung am 29. August 2016, verlas die Senziger Ortsvorsteherin, Frau Grätz, ein Schreiben, welches nach ihrer Ansicht meine Fragestellungen von 6. Juni 2016 beantworten würde. In dem Schreiben ist u.a. ausgeführt:

"Der künftige Betreiber für die Seebrücke hält die Festsetzungen des gültigen Bebauungsplanes "Seebrücke Senzig" ein, möchte aber zusätzlich schwimmende Ferienhäuser und eine schwimmende Gaststätte errichten. Dabei wurde zunächst davon ausgegangen, dass hierfür nur wasserrechtliche Genehmigungen der zuständigen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der unteren Wasserbehörde erforderlich sind. Die Genehmigung der WSV liegt inzwischen vor.

Nach Rücksprache mit der unteren Bauaufsicht und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung ist für die auf dem Wasser geplanten baulichen Anlagen die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Da die Wasserfläche des Krüpelsee im Landschaftsschutzgebiet Teupitz-Köriser Seengebiet" liegt, hat die Stadt am 11.04.2016 an das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und landwirtschaft als zuständige obere Naturschutzbehörde eine Voranfrage gestellt, ob der Einbeziehung der Wasserfläche in den Geltungsbereich des Bebauungsplanes "Seebrücke Senzig" Gründe des Landschaftsschutzes entgegenstehen. Bisher liegt noch keine Stellungnahme dazu vor. Da auch für Zustimmungsverfahren bei anderen Bebauungsplänen die Stellungnahmen des MLUL fehlen, hat der Bürgermeister ein Gespräch mit dem Minister beantragt. Ein konkreter Termin wurde vom Ministerium noch nicht zugesagt.

Das Aufstellungsverfahren für Planänderung- / -erweiterung wird erst eingeleitet, wenn die Stellungnahme des Ministeriums vorliegt."


16. Januar 2017 - Einwohnerfrage in der Ortsbeiratsitzung

In der Ortsberatsitzung am 16. Januar 2017 wurde folgende Frage gestellt:

Welcher Stand ist zur Veräußerung des Areals an der Seebrücke Senzig sowie zur Umsetzung des rechtskräftigen B-Planes erreicht?

Die Senziger Ortsvorsteherin war nicht in der Lage oder nicht gewillt unmittelbar auf diese einfache Bürger-Frage zu antworten.

Am 15. März 2017 ging dazu folgende Antwort der Stadtverwaltung ein:

Der Vorhabenträger, der die im rechtsgültigen Bebauungsplan festgesetzten Sondergebiete entwickeln möchte, beabsichtigt zusätzlich zu an Land geplanten baulichen Anlagen eine Gaststätte und Ferienhäuser auf dem Wasser zu errichten. Dafür ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich.

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 03/17 "Erweiterung Seebrücke Senzig" steht auf der Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung am 20.03.2017.


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