Bürgermeisterwahl Königs Wusterhausen 2017

Anke Gerth (FDP)

 

Die Königs Wusterhausener FDP hat am Freitagabend [12.05.2017] Anke Gerth zur Bürgermeisterkandidatin gewählt. Auf einer eigens einberufenen Mitgliederversammlung erhielt sie alle Stimmen. Die 46 jährige Geschäftsführerin der Zukunftswerkstatt Wildau ist erst seit 2015 Mitglied der Liberalen. Mit ihrer Familie wohnt Sie in Senzig. Sie gehört zu den Gründern des dortigen Tennisvereins Dahme-Spreewald und ist die Vorsitzende. Als Bürgermeisterin will sie das Engagement von Ehrenamtlichen unterstützen: "Ich weis genau, wie wertvoll die Ehrenamtlichen für eine Kommune sind", sagt sie. Der Vorsitzende des Ortsverbandes René Klaus, sieht die Ernennung Anke Gerths als erfahrene Kommunalpolitikerin als äußerst positives Signal der kommunalpolitischen Verankerung der Liberalen in der Stadt. Die Wahl findet am 24. September statt.

(nach einem Artikel der MAZ - Dahme-Kurier, von jk, 15.Mai.2017)

 

Höchste Zeit für einen Bürgerhaushalt

FDP-Bürgermeisterkandidatin Anke Gerth will mehr Eigenverantwortung für KWer Ortsteile

(Artikel des Journalisten Frank Pawlowski, in MAZ - Dahmeland, 26. Juli 2017, Seite 18)

 

Manche kennen sie noch als vorübergehende Kreisvorsitzende der Linken. Aber längst hat die Senzigerin Anke Gerth in der FDP ihre politische Heimat gefunden. Für die Liberalen tritt sie zur Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen an. "Ich will kommunalpolitisch wieder aktiv werden", sagt die frühere Stadtverordnete. "Es lebt sich gut in unserer Stadt, aber es kann auch vieles besser werden."

Damit ist ihre Kampange grob umrissen. Was genau sie als Bürgermeisterin besser machen will, hat sie in einem Zehn-Punkte-Programm zur Wahl formuliert. Die Schaffung eines Bürgerhaushaltes ist ihr ein wichtiges Anliegen. Mit diesem Instrument will sie den Ortsteilen wieder mehr Eigenverantwortung übertragen. Ob Geld für ein Sommerfest oder für den Straßenbau verwendet wird, soll vor Ort entschieden werden. "Jeder Ort hat seine Spezifik, dabei soll es bleiben. Man Muss den Mut haben, den Bürgern zu vertrauen."

Ausbauen will sie die Trägervielfalt bei den Kitas, damit Eltern eine bessere Auswahl haben. Und mit der Regionalen Verkehrsgesellschaft RVS will sie Verhandlungen aufnehmen, damit mehr Busse regelmäßig in die Ortsteile fahren. Als Sofortlösung schwebt ihr der Bau einer Straßenschleife in Kablow vor, so dass der Bus von dort nach Senzig fahren kann. Alle städtischen Sportanlagen und kulturellen Einrichtungen, so eine weitere Forderung, sollen für Königs Wusterhausener Vereine kostenlos sein.

Anke Gerth ist Geschäftsführerin der Zukunftswerkstatt Wildau, die ihren Sitz in der Königs Wusterhausener Bahnhofstraße hat. Das gemeinnützige Unternehmen ist spezialisiert auf Projekte zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt und auf Ausbildungsprojekte für Jugendliche. Die beiden Außenstellen in Berlin, in Pankow und Charlottenburg, kümmern sich um Schwerbehinderte. Derzeit sind insgesamt 280 Teilnehmer in den verschiedenen Maßnahmen. Der Bildungsträger hat zwölf feste Mitarbeiter, die unbefristete Verträge haben, wie Anke Gerth betont. Wenn sie über den Ausbau des Bildungsangebots in der Stadt spricht, meint sie auch die Sozialarbeiter, etwa in Jugendbereich. "Personell reicht das bei Weitem nicht aus. Man muss etwas dafür tun, dass sie gerne kommen und bleiben." Als Vorsitzende des Tennisvereins Dahme-Spreewald ist sie mit den Freuden und Nöten des Ehrenamtes vertraut.

Anke Gerth ist verheiratet und hat zwei Söhne, 21 und 17 Jahre alt. Zur Familie gehört Yoda, eine zwei Jahre alte Französische Bulldogge. Den Straßenwahlkampf startet Anke Gert am 10. August.

 

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