Bürgermeisterwahl Königs Wusterhausen 2017

Heinz-Georg Hanke (SPD)

 

Königs Wusterhausen Hanke statt Franzke

 

10.01.2017

 

Zur Bürgermeisterwahl im Herbst will die SPD nicht mit ihrem Amtsinhaber Lutz Franzke ins Rennen. Der 63-Jährige ist der Partei zu alt. Der Vorstand des Ortsvereins Königs Wusterhausen nominierte statt dessen den 48 Jahre alten SPD-Chef Georg Hanke. Er und Franzke werden sich nun einer Mitgliederabstimmung stellen.

Die SPD Königs Wusterhausen will nicht Amtsinhaber Lutz Franzke (63) in die Bürgermeisterwahl im Herbst schicken. Der Vorstand des Ortsvereins nominierte statt dessen einstimmig den Königs Wusterhausener SPD-Chef und Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Heinz-Georg Hanke (48), als Bürgermeisterkandidat.

 

Das letzte Wort sollen am 16. Februar die Mitglieder haben, wenn sie über den Kandidaten abstimmen. Franzke will sich ebenfalls der parteinternen Abstimmung stellen, wie er am Montag sagte. Die SPD Königs Wusterhausen besteht aus den Ortsvereinen Königs Wusterhausen (Kernstadt, Diepensee, Senzig, Zernsdorf) und Unteres Dahmeland (Niederlehme, Kablow, Wernsdorf, Zernsdorf).

 

Bürgermeister Lutz Franzke ist seiner SPD mit 63 zu alt für eine erneute Kandidatur.

Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Königs Wusterhausen, Ludwig Scheetz, sagte am Montag zur Nominierung von Hanke: „Entscheidender Beweggrund war für uns die Einleitung eines Generationenwechsels.“ Dass es zwei innerparteilichen Kandidaten gibt, sei positiv. Der Vorstand habe Franzkes Verdienste gewürdigt. Die Stadt habe sich in seiner Amtszeit hervorragend entwickelt, die SPD sei ihm zu großem Dank verpflichtet.

 

Franzke gewann die Bürgermeisterwahl 2009 in der Stichwahl gegen Michael Reimann (damals Linke, heute Wir für KW). Hanke wurde 2014 in den Kreistag und mit den zweitmeisten Stimmen in die Königs Wusterhausener Stadtverordnetenversammlung gewählt. Er ist fast blind, arbeitet als Dozent in der Finanzhochschule. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

 

Führende Linke der Stadt können sich vorstellen, seine Kandidatur zu unterstützen und auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten zu verzichten.

von: Franziska Mohr

 

persönliche Webseite des Kandidaten - nicht vorhanden

Interview mit Heinz-Georg Hanke aus 2010