Bürgermeisterwahl Königs Wusterhausen 2017

Gudrun Eichler (parteilos für DIE LINKE und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN)

 

Linke und BündnisGrüne stellen Kandidatin zur Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen auf.

„Gern leben in KW. Gemeinsam. Besser.“

 

Gudrun Eichler, ehem. Ludwig (56), Architektin aus Neue Mühle, will Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen werden. Sie wurde am 19.06.2017 auf einer gemeinsamen Versammlung von DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 24. September nominiert.

Das in dieser Zusammensetzung einmalige Listenbündnis setzt politische Akzente: Für soziales Engagement, Bürgerbeteiligung und Umweltbewusstsein. Fachliche Kompetenz besteht bei der Stadtentwicklung und der Einbeziehung der Ortsteile, soziale - bei der Förderung des Ehrenamts und des Engagements der Mitarbeiter/-innen der Verwaltung.

Gudrun Eichler sieht sich bei ihrer angestrebten Tätigkeit als Bürgermeisterin in erster Linie als Mediatorin und Moderatorin zwischen dem Engagement der Bürgerschaft, den gewählten Stadtverordneten und der Stadtverwaltung.

Der ehemalige Bürgermeister von Königs Wusterhausen und jetzige Justizminister des Landes, Stefan Ludwig, betonte, dass mit der Kandidatur Gudrun Eichlers zur Wahl als Bürgermeisterin den Bürgern und Bürgerinnen von KW eine attraktive und solide Alternative zur bisherigen Stadtpolitik geboten wird.

Gudrun Eichler war schon einmal als Mitglied der Fraktion der PDS im Stadtparlament. Sie gilt als tatkräftig, engagiert und kompetent. Sie ist die Mitbegründerin der Eltern-geführten Kita „Villa Rappelkiste“ in Neue Mühle, war acht Jahre Präsident in der Sportgemeinschaft Niederlehme und an Anliegerstraßenbau- sowie Umwelt- und Tierschutzinitiativen maßgeblich beteiligt. Gudrun Eichler stellt ihre Bewerbung unter das Motto „Gern leben in KW. Gemeinsam. Besser.“ und sucht die Zusammenarbeit aller an der Stadtentwicklung interessierten Kräfte. Sie wird auf Jeden zugehen, der sich diesem Anliegen verpflichtet fühlt.

(gemeinsame Pressemitteilung vom 19.06.2017 der Partein DIE LINKE und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN)

 

Politik aus einem anderen Blickwinkel

Gudrun Eichlert war in Königs Wusterhausener Initiativen aktiv, Fußballerin und Vereinpräsidentin in Niederlehme - nun will sie Bürgermeisterin werden

Artikel des Journalisten Frank Pawlowski in der MAZ Dahme-Kurier, vom 7. Juli 2017

Viele Königs Wusterhausener kennen sie als Gudrun Ludwig, mit dem früheren gleichnamigen Bürgermeister ist sie aber nicht verwandt. Sie gründete vor gut zwanzig Jahren die erste Eltern-Kita der Stadt im Ortsteil Neue Mühle – die „Villa Rappelkiste“ gibt es heute noch. Sie war acht Jahre lang Präsidentin der SG Niederlehme und engagiert sich aktuell in der Bürgerinitiative „KW stinkt’s“ gegen mehr Geflügelschlachtungen bei Wiesenhof. Seit ihrer Scheidung trägt sie wieder ihren Mädchennamen Gudrun Eichler und tritt als parteilose Kandidatin der Linken und der Bündnisgrünen zur Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen an. Dieses politische Wahlbündnis ist ein Novum in der Stadt.

Ein anderer Blickwinkel

 

Für die 56-Jährige scheint es maßgeschneidert zu sein. „Mein Grün ist relativ frisch, während ich linke Wurzeln habe“, sagt die Mutter zweier erwachsener Söhne. Für die PDS saß sie einst schon einmal im Stadtrat. Es war die Zeit, als sie für den Erhalt der Kita in Neue Mühle kämpfte. Ehrenamtlich und politisch engagiert blieb sie, nachdem sie der Partei und der Kommunalpolitik den Rücken kehrte. Diese Erfahrungen, sagt sie, würden ihr als Bürgermeisterin zugute kommen. „Ich glaube, dass ich einen ganz anderen Blickwinkel mitbringe.“ Bürgerinitiativen sieht sie nicht als Störenfriede. „Ich weiß, was sie bewirken können. Man muss diese Leute mit offenen Armen empfangen.“ Aus der langjährigen Vereinsarbeit kennt sie das komplizierte und aufwendige Antragsverfahren für Fördermittel, das Ehrenamtliche kaum noch bewältigen können. „Das muss man vereinfachen“, sagt sie. Viele Jahre stand sie als Fußballerin übrigens selbst auf dem Platz, spielte meistens in der Verteidigung.

Offenes Ohr für scheinbar kleine Probleme

 

Und als selbstständige Architektin und gelernte Maurerin sieht sie sich als Anwältin der vielen Gewerbetreibenden in der Stadt. „Sie schaffen den Wohlstand, und zwar konstant.“ Für Gudrun Eichler bedeutet das auch, ein offenes Ohr zu haben für die scheinbar kleinen Probleme. So erzählt sie von einer Niederlehmer Firma mit 120 Beschäftigten, die wegen der schlechten Erreichbarkeit mit Bus und Bahn keine Azubis und Fachkräfte mehr findet. Standortpolitik und Wirtschaftsförderung müssten sich darum kümmern, so Eichler. Die Stadtplanung liege ihr natürlich am Herzen, ebenso die Entwicklung der Bildungsangebote und der Kinderbetreuung in der Stadt. Immer wieder fällt das Wort „Dialog“, auf den sie stark setzen will.

Große inhaltliche Schnittmengen

 

Die Mehrheit der linken und grünen Parteibasis scheint sie überzeugt zu haben. Auf der gemeinsamen Mitgliederversammlung wurde Eichler als Bürgermeisterkandidatin nominiert, es gab nur eine Enthaltung. Der Kreisvorsitzende der Linken, Michael Wippold, spricht von einer „richtig guten Verbindung mit riesengroßen inhaltlichen Schnittmengen. Wir sind bereit, zu gewinnen“, sagt er. Und der bündnisgrüne Kreischef Andreas Rieger sagt: „Wir haben viele Probleme, die sich durch ein ,Weiter so’ nicht lösen lassen. Wir brauchen Ideen und Innovation.“

 

keine persönliche Webseite der Kandidatin