Bürgermeisterwahl Königs Wusterhausen 2017

Swen Ennullat (Freie Wähler KW)

 

Königs Wusterhausen - Swen Ennullat will Bürgermeister werden

 

Swen Ennullat, früher Fachbereichsleiter für Familie, Bildung und Soziales im Königs Wusterhausener Rathaus, kandidiert als Bürgermeister der Stadt. Die Freien Wähler KW haben Ennullat einstimmig als Kandidaten nominiert. Derzeit ist Ennullat Leiter des Jugendamtes im Kreis Teltow-Fläming. „Swen Ennullat ist bekannt dafür, Prozesse erfolgreich voranzutreiben. Bürgernähe und transparentes Verwaltungshandeln sind für ihn selbstverständlich“, heißt es in der Pressemitteilung der Freien Wähler. „Dafür steht er mit aller Konsequenz und mehrfach bewiesener Zivilcourage.“

Swen Ennullats Vertrag als Führungskraft auf Probe war zum 31. Dezember 2014 von Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) nicht verlängert worden. Franzke hatte das damit begründet, dass Ennullat die Erwartungen an eine Führungskraft nicht erfüllt habe. Ennullat hingegen warf Franzke vor, die Nicht-Verlängerung stehe im Zusammenhang mit den von ihm aufgedeckten Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Personalkosten in der Kita „Knirpsen-stadt“. Franzke hatte dies entschieden zurückgewiesen.

Als Bürgermeister will Ennullat mit einer attraktiveren Innenstadt, einem bedarfsgerechten öffentlichen Nahverkehr, einem Parkraumkonzept, sicheren Schul- und Radwegen sowie der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum punkten. Dies sei jahrzehntelang vernachlässigt worden. Außerdem will Ennullat alle Ortsteile gleichermaßen fördern. Profilieren will er sich in der Kitapolitik. „Zu meinen wichtigsten Anliegen gehört die beitragsfreie Kita“, so Ennullat. „Zudem müssen schnellstmöglich ausreichend Kitaplätze geschaffen werden.“

Von Carsten Schäfer

 

Neulinge in der Stadtpolitik

Freie Wähler Königs Wusterhausen wollen manches anders und vieles besser machen - eigener Bürgermeisterkandidat

(Artikel von Frank Pawlowski, MAZ - Dahmeland, 3. Juni 2017, Seite 15)

Die umstrittene Kitasatzung der Stadt brachte im Herbst das Fass zum Überlaufen.Eine Gruppe engagierter Frauen und Männer aus Königs Wusterhausen wollte sich nicht mehr nur ärgern, sondern sich einmischen in die Stadtpolitik. Das war die Geburtsstunde der Freien Wähler Königs Wusterhausen, die sich als Werte- und Wählergemeinschaft versteht. Der gleichnamigen Partei in Brandenburg gehört die Gruppe nicht an. Es werden aber Kontakte gepflegt.

Angeschlossen hat sich den freien Wählern unter anderem die Zernsdorfer Stadtverordnete Priska Wollein. Sie ist eine von rund zehn Teilnehmern, die zu den Beratungen kommen, auf denen die SVV oder die Ortsbeiräte vorbereitet werden. "Wir gehen die Themen Punkt für Punkt durch, bringen unsere Fragen und Vorschläge dann in den Sitzungen ein" erzählt sie. Oft geschieht das in den nEinwohnerfragestunden, weil die Freien Wähler noch keine Mandate haben. Doch genau diese Art von Politik wollen die Neulinge ohnehin mehr pflegen. "Basisdemokratisch in Inhalt und Stil, frei und unabhängig von Ideologien und Parteipolitik", so heißt es im Programm. Die "Achtung und Stärkung des Bürgerwillens für sachorientierte Politik" ist ein Hauptanliegen der Freien Wähler. Die Zahl der Unterstützer schätzt Wollein derzeit auf rund 60.

Der frühere CDU-Politiker und Krimiautor Swen Ennullat, zuletzt erschien der Thriller "Germanias Vermächtnis", ist einstimmig von den Freien Wählern als Bürgermeisterkandidat für die Wahl am 24. September4 nominiert worden. Der 41-Jährige Niederlehmer ist verheiratet und hat drei Söhne, sie sind vier, sieben und elf Jahre alt. Er kennt die Verhältnisse im Königs Wusterhausener Rathaus gut. Er war zwei Jahre lang Fachbereichsleiter, musste den Posten wegen Differenzen mit dem Bürgermeister räumen. Inzwischen arbeitet der Diplom-Verwaltungswirt, der viele Jahre bei der Polizei tätig war, als Jugendamtsleiter beim Landkreis Teltow-Fläming. Ihm fehlt es an Wertschätzung in der Stadt. "Da wollen wir wieder hin." Eine moderne Verwaltung, transparente Entscheidungen, Bürgernähe - das sind Schlagworte, mit denen er in den Wahlkampf ziehen wird. Als Bürgermeister will er über den Tellerrand schauen. "Wir erfinden das Rad oft neu. Warum schauen wir nicht in andere Kommunen in ganz Deutschland nach Beispielen?", sagt er. Auf seiner Internetseite swen-ennullat.de nennt er zentrale Punkte seines Wahlprogramms, von der beitragsfreien Kinderbetreuung bis zur Stärkung des Ehrenamtes. Die Besonderheiten der Ortsteile will er fördern: "Auch das kann eine Gemeinschaft verbinden."

 

persönliche Webseite des Kandidaten

Die "Sache" Swen Ennullat

Interview der Zeitschrift GT mit Sven Ennulat